Deutscher Medienkongress Gattungsvertreter pitchen um Gunst von Kunden und Agenturen

Mittwoch, 21. Januar 2015
Christof Baron hatte seinen Spaß am Pitch der Gattungen
Christof Baron hatte seinen Spaß am Pitch der Gattungen
Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Während im Privatfernsehen der Dschungel tobt, ist der Deutsche Medienkongress im Castingfieber: Fünf Gattungsvertreter plädieren mit einem Kurzvortrag vor einer hochkarätigen Expertenrunde für ihr Medium. In dieser Pitch-Form ein völlig neues Format bei der Branchenveranstaltung von HORIZONT und The Conference Group - das bei Teilnehmern, Jury und Publikum sehr gut ankam.
Andreas Prasse (Out-of-Home/Wall Decaux), Martin Krapf (Fernsehen/Wirkstoff TV), Paul Mudter (Digital/OVK), Matthias Schönwandt (Print/Medienhaus Deutschland) und Florian Ruckert (Radio/RMS) hatten exakt fünf Minuten Zeit für ihr Plädoyer. Es galt, die Jury aus Werbungtreibenden (Uwe Storch, Ferrero) und Mediaagenturen (Frank-Peter Lortz, Vivaki, Andrea Malgara, Mediaplus und Christof Baron, Mindshare) zu überzeugen. Als klarer Sieger aus dieser hochkarätigen Runde ging Out-of-Home-Vertreter Prasse hervor, der in punkto Vortrag und Inhalt viermal die Bestnote abräumte. Und ein wohl nicht ganz ernstgemeintes Jobangebot von Baron gab es obendrauf.
„Warum schaut der Hund ins Wasser, obwohl er keinen Durst mehr hat? Weil es sich bewegt.“
Martin Krapf
Besonders beeindrucken konnte der Wall-Decaux-CMO mit seiner Einleitung. "Alle bisher vorgestellten Gattungen zählen zu unseren besten Kunden", so Prasse. Die Branche habe in den vergangenen Jahren zudem enorm investiert, um jeden Werbeträger zählbar zu machen und so für Transparenz zu sorgen. Auch mit seinen Zukunftsaussichten, die die Verknüpfung von Mobile und Out-of-Home fokussierten, punktete Prasse. "Wir profitieren von der mobilen Gesellschaft, denn wir sind da, wo die Menschen sich bewegen."
Horizont Alte Oper
Bild: dfv

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Am meisten mit der Jury zu kämpfen hatte hingegen Online-Vertreter Paul Mudter, hauptberuflich Geschäftsleiter Interactive von IP Deutschland. "Digitale Werbung kann alles und mehr", sagte Mudter - zu viele Platitüden, meinten die Juroren. Auch Printmann Schönwandt kassierte Kritik - vor allem für sein allzu häufiges "Silodenken", wie die Juroren anmahnten. fam
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