Deutscher Medienkongress 2017 Wohin steuert die Mediengesellschaft, Herr Precht?

Donnerstag, 01. Dezember 2016
Richard David Precht kommt zum deutschen Medienkongress
Richard David Precht kommt zum deutschen Medienkongress
Foto: Amanda Berens

Dieser Mann kann hinterfragen, aufrütteln und provozieren: Richard David Precht, Deutschlands bekanntester Philosoph, schaltet sich gern in gesellschaftliche Debatten ein. Besucher des Deutschen Medienkongresses 2017 dürfen sich auf eine Keynote des Bestseller-Autoren freuen.

Man kann Richard David Precht wahrlich nicht vorwerfen, sein Themenspektrum schmal zu halten. „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“, fragte er 2007 in seinem bislang erfolgreichsten Buch. Er schrieb über „Liebe: Ein unordentliches Gefühl“ und „Die Kunst, kein Egoist zu sein“, er verfasste Romane und erörtert in der ZDF-Philosophiesendung „Precht“ mit Gästen aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft oder Politik aktuelle Fragen des gesellschaftlichen Lebens.

Dabei scheut der 51-Jährige keine Konfrontation: 2013 prangerte er in einem Buch den Verrat des Bildungssystems an unseren Kindern an. Die Schüler lernen nicht das, was sie wirklich für ihre Zukunft brauchen, so seine umstrittene These. Und in seinem aktuellen Buch „Tiere denken“ ruft er uns auf, unseren Fleischkonsum zu überdenken. Vor allem Jäger kommen dort schlecht weg: „Menschen, die regelmäßig töten müssen, um glücklich zu sein, brauchen professionelle Hilfe“, lautet die Diagnose.

Verzettelt sich der Denker mit seinen vielen Themen? Und ist er gut beraten, sich überall einzumischen? Ja, auf jeden Fall! Precht ist zwar im universitären System zu Hause, als Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg und Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Aber es gehört zu seinem Selbstverständnis, philosophische Fragestellungen in die öffentliche Diskussion zu tragen. Und ob Precht über Politik, Bildung oder Tierrechte spricht – immer erkennt man seine Perspektiven wieder, etwa die Sorge um den gesellschaftlichen Zusammenhalt, um den Fortbestand der Demokratie.

Deutscher Medienkongress 2017

Der Normalpreis für die Teilnahme beträgt 1299 Euro. Wer sich frühzeitig für eine Anmeldung entscheidet, profitiert von einem reduzierten Preis von 999 Euro (bis 31. Dezember). HORIZONT-Abonnenten erhalten zusätzlich einen Rabatt von 100 Euro auf die Kongressgebühr. Darüber hinaus gibt es bei einer Anmeldung ab dem dritten Teilnehmer eines Unternehmens 50 Prozent Rabatt. Die Anmeldung berechtigt gleichzeitig zum kostenfreien Besuch des HORIZONT Award. Veranstalter des Deutschen Medienkongresses 2017 sind HORIZONT und dfv Conference Group.

 

Umso spannender, was Precht beim Deutschen Medienkongress zu sagen hat: „Wohin steuert die Mediengesellschaft“ – so der Titel seiner Keynote. Es sei ein Fiasko, hat er einmal geschrieben, „dass sich Ökonomen kaum noch für Philosophie, Philosophen kaum mehr für Ökonomie interessieren“. Precht wird zumindest in Frankfurt dafür sorgen, dass das nicht zutrifft.

Der Deutsche Medienkongress 2017 findet am 17. und 18. Januar 2017 in der Alten Oper Frankfurt statt. Top-Manager aus Unternehmen, Agenturen und Medien werden dort die wichtigsten Zukunftstrends der Branche diskutieren. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist die Verleihung des HORIZONT Award an die Männer und Frauen des Jahres 2016. Alle Informationen gibt es auf der Website des Deutschen Medienkongresses

Meist gelesen
stats