Deutsche Publisher Studie 2016 Mehr als jeder zweite Publisher will 2017 mehr in Mobile und Video investieren

Donnerstag, 08. Dezember 2016
Markus Frank, Managing Director bei AOL für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Markus Frank, Managing Director bei AOL für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
© AOL

Werbung im Mobile- und Videobereich bleibt auch im kommenden Jahr Wachstumstreiber Nummer Eins. Das geht aus einer Studie des Medientechnologieunternehmens AOL hervor. Mehr als jeder zweite Entscheidungsträger deutscher Publisher will 2017 verstärkt in das Segment investieren.
Jeder dritte Publisher hat 2016 im Bereich Mobile Advertising ein Umsatzwachstum von mehr als 10 Prozent verzeichnet. Dieser Trend soll sich laut AOL weiterhin fortsetzen: 54 Prozent der Befragten wollen mehr investieren, unter anderem in schnelle Ladezeiten (45 Prozent), mobile-web-basierte Inhalte (44 Prozent) und App Angebote (43 Prozent). Kritischer sehen die Befragten mit 49 Prozent die Qualität der Inhalte. Auch die Gewährleistung der Nutzererfahrung (46 Prozent) und der Umgang mit Ad Blockern (34 Prozent) werden als große Herausforderung für das kommende Jahr gesehen.

Die wichtigsten Trends im Bereich Mobile Werbung (in Prozent)

Quelle: AOL
Im Bereich Video zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. 72 Prozent der Publisher sagen ein Umsatzwachstum von mehr als zehn Prozent aus. Jeder Zweite von ihnen plant mehr zu investieren. Besonders wichtig sei den Werbungtreibenden, dass die Qualität der Werbemittel verbessert wird (56 Prozent). Auch schnellere Ladezeiten und eine bessere Nutzererfahrung liegen mit jeweils 51 Prozent weit vorne. "Die Zahlen unserer Studie bestätigen, was jeder online feststellen kann: Egal ob auf News-Seiten, Social-Media-Kanälen oder Corporate Websites – Bewegtbild ist überall", so Markus Frank, Managing Director bei AOL für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Die wichtigsten Trends im Bereich Video Werbung (in Prozent)

Quelle: AOL
Mit 95 Prozent nutzen die meisten Publisher eine Data Management Platform (DMP) - ein Zeichen dafür, dass sich digitales Marketing immer weiter professionalisiert. Dennoch variieren die Einsatzzwecke stark. Am häufigsten werden solche Plattformen genutzt, um ein CMS für die dynamische Erstellung von Inhalten zu integrieren (38 Prozent). 32 Prozent nutzen ein DMP, um die Audience zu erweitern. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland im Bereich des Programmatic Advertising zwar nach wie vor hinten - 2017 könnte sich aber einiges ändern. Laut AOL gewinnt das Thema "Header Bidding" in den nächsten zwölf Monaten zunehmend an Bedeutung. 43 Prozent der Publisher nutzen das Format bereits, während mehr als die Hälfte jener, die Header Bidding noch nicht in Gebrauch haben, es im kommenden Jahr einsetzen möchten. "Das Header Bidding löst das bisher häufig verwendete Wasserfall-Prinzip ab und kann Publishern langfristig zu einem höheren Umsatz verhelfen, da die Konkurrenz um die Werbeplätze steigt", erklärt Frank Herold, Head of Publisher Business bei AOL für Deutschland, Österreich und die Schweiz. kn
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