D3Con Programmatic Advertising ist noch lange nicht Routine

Dienstag, 14. März 2017
Programmatic Advertising ist auf dem Vormarsch
Programmatic Advertising ist auf dem Vormarsch
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Die Sache mit den Daten. Programmatic Advertising ist auf dem Vormarsch, doch immer noch ist es alles andere als selbstverständlich, die Nutzer individuell mit der passenden Werbung zu adressieren. Bis Programmatic vollkommen im Werbealltag angekommen ist, müssen alle Marktseiten noch einige Hürden nehmen. "Programmatic ist wie Teenager-Sex: Jeder redet darüber, aber keiner macht es richtig", sagt Katie Erbs von Google bei der D3Con in Hamburg.

Beispielsweise die Werbungtreibenden. "Die Kunden wollen Programmatic inhouse machen und sehen jetzt, dass es viel Arbeit ist", beobachtet Erbs. Um Programmatic erfolgreich zu machen, müssen sie Know-how und eigene Teams aufbauen. "Für die Advertiser ist es unglaublich kompliziert. Sie verbrennen viel Geld", sagt Aylin Demiral von Sociomantic Labs.

„Programmatic ist wie Teenager-Sex: Jeder redet darüber, aber keiner macht es richtig.“
Katie Erbs
Auch bei den Vermarktern ist vieles noch im Aufbau. "Die Publisher sammeln Daten und wissen nicht, was sie damit machen sollen", sagt Mark Foster von Adello. Der Markt benötigt gute Methoden, um die Daten zu validieren. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Header Bidding ist eine gute Option für die Publisher, mehr Transparenz zu bekommen und zu sehen, was ihr Inventar wert ist. "Neue Technologien bieten Chancen, die Komplexität zu reduzieren", sagt James Brown von Rubicon Project.

Amit Ghosh, INWT Statistics
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Für die Agenturen sind die Herausforderungen unterschiedlich. Die Kreativ- und Digitalagenturen müssen die passenden Werbemittel kreieren, um aus der technisch möglichen individuellen Ansprache das Maximum herauszuholen. Auch die Mediaagenturen müssen sich umstellen, glaubt Foster: "Die Rolle der Mediaagentur wird sich deutlich ändern hin zu einem holistischen Blick." Pap

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