Cover-Test in Hessen "Geo" wagt sich beim Relaunch an seine DNA

Donnerstag, 24. Oktober 2013
Das gewohnte "Geo"-Coverdesign (l.) und das Test-Cover in Hessen
Das gewohnte "Geo"-Coverdesign (l.) und das Test-Cover in Hessen


Vieles ist gerade im Wandel bei Gruner + Jahr: Strukturen, Posten und auch die Hefte. Die großen Titel "Stern", "Brigitte" und "Gala" haben Relaunches hinter sich - nur der Klassiker "Geo" noch nicht. Auch in den Jahrzehnten zuvor war das Wissens- und Reportagemagazin, das von einer treuen - aber insgesamt schrumpfenden - Lesergemeinde gelesen und gesammelt wird, kaum durch markante Veränderungen aufgefallen. Dafür jetzt aber richtig, teilweise jedoch erstmal nur auf Probe.
Fest steht, dass "Geo" ab dem November-Heft, das in dieser Woche erscheint, im Inneren fortan mit neuer Struktur, Inhalten und Design aufwartet. Noch augenfälliger sind die Umbauten auf der Titelseite - die jedoch erstmal nur in Hessen zu sehen sind, und vorerst nur für drei Ausgaben. Dort testet G+J bis Januar ein komplett verändertes Cover: Der grüne Rahmen, der seit der "Geo"-Gründung 1976 stets raumgreifend fest auf der Titelseite prangt, verschwindet fast vollständig zugunsten von mehr Spielfläche zur Präsentation der Themen. Und das Logo wird etwas größer.

Peter-Matthias Gaede
Peter-Matthias Gaede
Den Cover-Test an hessischen Kiosken - die Abo-Exemplare hingegen sind dieselben wie im Rest der Republik - sieht Chefredakteur Peter-Matthias Gaede als äußeres Signal dafür, was sich im Heftinneren getan hat: "Soviel Freude am Experiment darf sein." Andererseits ist ihm das Risiko bewusst, nun "nach 37 Jahren die DNA von ,Geo' zu modifizieren". Denn die Wiedererkennungschance sinkt, zudem könnte das Heft für eine weitere seiner mittlerweile zwölf Line-Extensions gehalten werden. Nun hoffen Gaede und sein Vertriebsteam auf ein möglichst eindeutiges Leser- und Verkaufsfeedback in Hessen, um Anfang 2014 entscheiden zu können, ob "Geo" auch flächendeckend und dauerhaft ein neues Cover wagt.

Die Veränderungen im Heftinneren indes sind überall gleich und von Dauer: Kern des neuen "Geo" sind künftig acht statt wie bisher sechs große Themen. Auch das Design wurde überarbeitet. Warum das alles? Das lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 43/2013, die am Donnerstag, 24. Oktober erscheint. rp
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