"Cost per Hour" Financial Times führt zeitabhängige Online-Währung ein

Montag, 18. Mai 2015
Die Website der "Financial Times"
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Foto: Screenshot FT.com
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Nutzungsdauer Werbemittel BP plc. IBM


Die "Financial Times" hat eine neue Online-Währung entwickelt, bei der nicht Klicks, sondern die Nutzungsdauer von Werbemitteln erfasst wird. Berechnet werden bei der neuen Währung nur Banner, die mindestens fünf Sekunden lang sichtbar waren.
Entwickelt hat die "Financial Times" die neue Währung gemeinsam mit Chartbeat, einem Anbieter von Analysetools für Websites. Bereits im vergangenen Herbst wurde das System im Rahmen eines Pilotprojekts mit zehn ausgewählten Werbepartnern getestet, darunter BP und IBM. Bei Kampagnen, bei denen der neue Standard "Cost per Hour" zum Einsatz kommt, wird nur Werbung berechnet, die mindestens fünf Sekunden lang bei voller Sichtbarkeit betrachtet wird. Bei den Testkampagnen führten entsprechend optimierte Anzeigen zu einer deutlichen Verbesserung der Werbeerinnerung. Bei Anzeigen, die mindestens fünf Sekunden lang betrachtet wurden, stieg die Werbeerinnerung im Schnitt um 50 Prozent. Zudem stieg die Wahrnehmungsdauer der Anzeigen im Schnitt um zehn Prozent.

Für die "Financial Times", die im Internet auf Paid Content setzt, dürfte eine zeitabhängige Online-Währung in der Vermarktung zudem klare Vorteile gegenüber einem reinen Reichweitenmodell bieten.

Bestrebungen, die Nutzungsdauer als Online-Währung zu etablieren, gibt es schon seit geraumer Zeit. Bislang scheiterten entsprechende Pläne aber in der Regel an technischen Problemen. dh
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