Content-Chef Price auf der MIPTV "Die Welt schaut Amazon Prime"

Dienstag, 04. April 2017
Amazon-Manager Roy Price auf der MIPTV
Amazon-Manager Roy Price auf der MIPTV
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An Selbstbewusstsein mangelt es Amazon wahrlich nicht. Auf der MIPTV in Cannes zeigt sich der Konzern als ambitionierter Angreifer auf den klassischen TV-Markt. "Wir haben gerade erst angefangen", steht am Ende eines Trailers im Auftritt von Roy Price, Head of Global Content von Amazon Prime Video.

"Mozart in the jungle", "Transparent", "The Man in the High Castle" und zuletzt "You are Wanted" in Deutschland - die Liste von Amazons Eigenproduktionen, den Originals, wird immer länger. Die Serien bekommen Awards und erfahren weltweite Aufmerksamkeit und helfen Amazon, die Attraktivität seines Prime-Dienstes zu erhöhen. So hat "You are Wanted" mit Matthias Schweighöfer Amazon Prime Video in Deutschland zu neuen Abrufrekorden verholfen, verrät Price.

Im vergangenen Jahr hat Amazon den Videodienst weltweit gelauncht und damit die Abonnementzahlen um rund 20 Millionen gesteigert. Doch das ist für Price nur der Auftakt. Amazon habe das Ziel, in den über 200 Märkten weltweit die Top-Formate zu senden.

"You are Wanted" kommt gut an
Bild: Amazon

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Dabei ist es ihm egal, ob es sich um Eigenproduktionen handelt oder um lizensierte Programme. "Wir achten darauf, ob es die Leute fesselt und wie sich die Programme auf die Abonnentenzahlen auswirken", erklärt er die Auswahlkriterien für neue Formate.

Price will "Künstlern die Möglichkeit geben, etwas Neues zu machen". Auch unerwartete Programme will Amazon bieten, denn "der Game Changer kann ein Regelbrecher sein und nicht, was die Leute glauben sehen zu wollen."

Nationaler Content ist dabei wichtig. In Japan beispielsweise pilotiert Amazon derzeit gleich 20 Shows und Serien, darunter auch die japanische Version des "Bachelors". "Die Kunden sind lokal und da müssen wir etwas bieten." Die erfolgreichsten Amazon-Produktionen "The Man in the High Castle" und "The Grand Tour" funktionieren dagegen weltweit.

Auch Kino ist für Amazon wichtig. Um große Talente wie Woody Allen anzulocken sei es wichtig, dass Spielfilme erst auf der großen Leinwand laufen. "Wir wollen Filme machen, über die die Leute reden, die sie bewegen und die auch Preise gewinnen", so Price. pap

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