Condé Nast "AD" richtet sich neu ein

Mittwoch, 18. Mai 2016
"AD" erscheint ab sofort mit überarbeitetem Heftkonzept
"AD" erscheint ab sofort mit überarbeitetem Heftkonzept
Foto: Condé Nast
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Condé Nast Oliver Jahn Inka Baron Instagram


Klare Formen für Design-Liebhaber: Die liefert "AD Architectural Digest" seinen Lesern seit fast 20 Jahren. Jetzt präsentiert das Magazin aus dem Hause Condé Nast zur Abwechslung eine eigene neue Inneneinrichtung - und ein grundlegend modernisiertes Layoutkonzept.

Die neue Heftstruktur mit den vier Kapiteln Stil, Architektur, Panorama und Leben soll dem Leser künftig eine noch bessere Orientierhungshilfe geben. Eingebettet ist diese in ein komplett neues Layout. Zwei neue Schriften, mehr Weißräume und eine größere Flexibiltät bei der Kombination von Bild und Text prägen den eleganten und modernen Look des Heftes, den Chefredakteur Oliver Jahn und Art-Direktorin Inka Baron im letzten halben Jahr federführend umgesetzt haben.

Jahn zufolge beschränkt sich der Relaunch - im Übrigen der erste seit rund zehn Jahren - allerdings nicht nur aufs Layout, sondern bringt auch eine noch stärkere inhaltliche Fokussierung  auf die Kernthemen mit sich: "Wir stellen heraus, was wir können."
Ein großzügiges Layout setzt die Models der "AD", die Wohnungen, in Szene
Ein großzügiges Layout setzt die Models der "AD", die Wohnungen, in Szene (Bild: Condé Nast)
Längere Lesestücke und das Dossierformat "Studio" werden deshalb von Info-Elementen und Kurzinterviews begleitet und führen auf mehreren Inhaltsebenen durch das jeweilige Schwerpunktthema. In neuen Rubriken wie dem umfassend recherchierten Studio-Dossier oder dem "Design-Lexikon" werden Möbel- und Designklassiker vorgestellt und im designgeschichtlichen Kontext eingeordnet.
"AD"-Chefedakteur Oliver Jahn
"AD"-Chefedakteur Oliver Jahn (Bild: Condé Nast)
Der Chefredakteur sieht in Möglichkeiten wie diesen die große Stärke eines Titels wie "AD": "Wir leben dank der Digitalisierung und Netzwerken wie Instagram in einer Epoche der Bilder. Das Internet liefert tolle Momentaufnahmen - aber der Mehrwert für unsere Leser ist die starke Kuratierung. Wir zeigen die Essenz des inhaltlich Relevanten und ordnen es im Kontext ein." Natürlich müsse das Heft in erster Linie optisch gut funktionieren, aber für die inhaltliche Ebene nehme sich die Redaktion mindestens ebenso viel Zeit. "Wir betrieben großen finanziellen Aufwand, dass unsere Inhalte einzigartig sind im Markt", sagt Jahn im Gespräch mit HORIZONT.

Längere Lesestücke werden von Info-Elementen und Kurzinterviews begleitet
Längere Lesestücke werden von Info-Elementen und Kurzinterviews begleitet (Bild: Condé Nast)
Denn wie andere Titel auch muss sich "AD" zunehmend im Medienmarkt behaupten. Die Print-Ausgabe, die dem Chefredakteur zufolge als starke Marke im Zentrum der "AD"-Familie steht, verzeichnete im 1. Quartal dieses Jahres eine verkaufte Auflage von knapp 70.000 Exemplaren, was einem Minus von 21,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Von Zahlen wie diesen lässt sich "AD"-Chef Jahn nicht die Motivation rauben, im Gegenteil: "Unsere Umsätze sind über Vorjahr." Außerdem profitiere der Titel enorm von der internationalen Aufstellung Condé Nasts. "Es ist schlichtweg fantastisch, welche Möglichkeiten wir dadurch haben." kan

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