Coalition for Better Ads "Digitale Werbung darf nicht komplett an Relevanz verlieren"

Donnerstag, 14. September 2017
"Wir müssen erst einmal anfangen", sagt Unilever- und OWM-Mann Arne Kirchem bei der Dmexco
"Wir müssen erst einmal anfangen", sagt Unilever- und OWM-Mann Arne Kirchem bei der Dmexco
Foto: Nele Martensen

Herzlichen Glückwunsch: Vor genau einem Jahr erblickte die Coalition for Better Ads bei der Dmexco in Köln das Licht der digitalen Welt. Seit dem ist viel passiert: Sie bekam Zuwachs (ganz neu dabei ist beispielsweise Axel Springer), Lob aus der Branche und mit dem Adblocker in Google Chrome ein Tool, das die definierten Standards notfalls mit Gewalt durchsetzt. Nachholbedarf gibt es trotzdem, und zwar im Kern: der besseren Werbung.
Mit einer Adblocker-Rate von 25 bis 30 Prozent könne man jedenfalls nicht langfristig leben, verdeutlichte Unilever-Manager Arne Kirchem am Donnerstag in seiner Rolle als OWM-Mitglied: "Es kann nicht sein, dass digitale Werbung komplett an Relevanz verliert." Werbungtreibende, die sich nicht an die definierten Standards halten und aufgrund einer vermeintlich höheren Aufmerksamkeit nach wie vor auf nervende Werbeformate setzten, würden Chancen vertun. Dabei biete der digitale Kanal so viele Möglichkeiten.
„Weniger als 1 Prozent aller Websites nötigen den Nutzer allerdings fast dazu, mit einem Adblocker zu arbeiten.“
Thomas Schreiber
Thomas Schreiber, Director EMEA Go To Market Partnerships bei Google, zufolge ist die Verbreitung solcher extrem störender Anzeigenformate zwar relativ klein. "Weniger als 1 Prozent aller Websites nötigen den Nutzer allerdings fast dazu, mit einem Adblocker zu arbeiten." Hier müsse man ansetzen. Jedes Unternehmen könne im Ad Experience Report die Standards der Coalition einsehen und sich daran orientieren. Mit dem Filter im Browser Chrome, der ab nächstem Jahr nervige Werbung blockieren wird, wolle Google lediglich zusätzliche Incentives bieten.

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Kritik seitens des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) kam von Vice President Thomas Duhr. Ihm zufolge beschränkt sich die vom Verband mit initiierte Coalition zu stark auf die Formatperspektive. Dabei seien so viele andere Dinge genauso störend: Ad Clutter, also die Überfrachtung einer Site mit Werbung; mehr als 170 Trackingpixel, die zusammen mit einer Werbeform geladen werden; grundsätzlich zu lange Ladezeiten. Karin Libowitzky, CEO von Vizeum, ergänzte: "Viel wichtiger als das Format ist die Frage, wie gehe ich mit der verfügbaren Fläche um? Mit welchen Content fülle ich sie?" Bei der Außenwerbung sei die Größe der Werbefläche schließlich auch kein Problem.

OWM-Mann Kirchem bittet letztlich um Geduld. Es sei typisch deutsch, jede neue Regel, jeden Standard gleich in Stein meißeln zu wollen. "Aber wir müssen erst einmal anfangen." kan
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