Christoph Schwennicke im Video-Interview Wie der "Cicero"-Verleger mit Merkel-Kritik Auflage macht

Montag, 23. Januar 2017
Christoph Schwennicke im Video-Interview
Christoph Schwennicke im Video-Interview
Foto: HORIZONT

Vor neun Monaten übernahmen Christoph Schwennicke und Alexander Marguier das verlustreiche Magazin "Cicero" und kratzen nun nach zwei Jahren Miese an der schwarzen Null. Geschafft haben sie das unter anderem mit scharfen Tönen gegen die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel. Im Video-Interview am Rande des Deutschen Medienkongresses wehrt sich Verleger Schwennicke gegen den Vorwurf, Rechtspopulismus zu verbreiten.
"Wir haben von Anfang an gesagt, dass Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik einen großen politischen operativen Fehler gemacht hat", sagt Schwennicke im Interview. Diese Kritik richte sich nicht an diejenigen, die hierzulande Zuflucht suchen, so der frühere "Spiegel"-Mann weiter. Seinen Kritikern hält Schwennicke zudem seinen Einsatz in der Flüchtlingskrise vor. Im Verlag habe eine junge Frau aus Syrien gearbeitet, gute Leistungen gezeigt und nun eine Stelle beim "Spiegel" finden können. Bei der Suche nach Auszubildenden will sollen außerdem Flüchtlinge bevorzugt werden. Privat habe Schwennicke ein halbes Jahr lang einen jungen Mann aus Afghanistan aufgenommen.
Schwennicke, der seit einem Dreivierteljahr sowohl Chefredakteur und Verleger des "Cicero" ist, kann zufrieden auf die aktuellen Verkaufszahlen blicken. Laut IVW ist die harte Auflage im Einzelverkauf gegenüber dem Vorjahr um 13,5 Prozent gestiegen, bei den Abos um 1,5 Prozent. "Ich glaube behaupten zu können, dass das im Bereich der politischen Zeitschriften einzigartig." ron
Meist gelesen
stats