Christian Schmalzl beim OMR-Kongress „Wir wollen keine römische Armee aufbauen“

Freitag, 26. Februar 2016
Auch OoH braucht Content: Ströer-Manager Christian Schmalzl
Auch OoH braucht Content: Ströer-Manager Christian Schmalzl
Foto: Ströer
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Christian Schmalzl Ströer Philipp Westermeyer


„Der ist wirklich schlau.“ Mit diesen vielversprechenden Worten moderierte Philipp Westermeyer, Gründer und Kopf des „Online Marketing Rockstars“-Festival, heute in Hamburg Christian Schmalzl, COO von Ströer, an. Schmalzl präsentierte eine Standortbestimmung des Vermarkters, der durch zahlreiche Akquisitionen extrem schnell wächst. In diesem Jahr werde das digitale Geschäft für einen Umsatzanteil von 50 Prozent stehen, so Schmalzl. Fünf Kern-Entwicklungsfelder gebe es: Out of Home, Content, Local Market, also Marketinglösungen für lokale Kunden, National Market – Ströer will den größten datengetriebenen Non-TV-Vermarkter aufbauen - sowie Ventures.

Hat Ströer mit seiner Size-Matters-Strategie eine Chance gegen die großen US-Konzerne? Die lassen genug vom Kuchen übrig, glaubt Schmalzl: „Wir schauen uns an, wo deren Geschäftsmodelle aufhören und sehen, wo wir uns orientieren können.“ So glaubt er nicht, dass die Riesen Vermarktungsangebote für mittelständische, lokale Kunden in Deutschland machen werden.  

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Bild: Dale Male

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Ströer sieht sich nicht als reiner Drittvermarkter, sondern betreibt auch eigene Content-Sites wie etwa Erdbeerlounge. „Wenn man sich auf die Drittvermarktung beschränkt und keine eigenen Publishing-Erfahrungen sammelt, ist es langfristig schwer, immer die richtigen Entscheidungen zu treffen“, so Schmalzl. Zudem sei es im Out-of-Home-Bereich wichtig, auf den Public Screens nicht nur Werbung, sondern auch eigenen Content zeigen zu können. Schmalzl wollte zwar nicht verraten, welche der zahlreichen Akquisitionen für Ströer die beste war. Er betonte jedoch, dass die Integration sehr gut gelinge und die Unternehmenskulturen nicht mit Macht angepasst würden: „Kultur kann man nicht von oben nach unten verordnen“, so Schmalzl. „Wir wollen keine römische Armee aufbauen.“

Neues von Ströer gibt es unter anderem im 2. Quartal, wenn eine neue SSP-Plattform den programmatischen Werbeeinkauf in der Digitalvermarktung möglich macht. Auch denkt das Unternehmen über neue Erlösquellen nach, etwa über Paid Content beziehungsweise Subscription-Modelle. Ein erster Schritt in diese Richtung sei die Übernahme des kostenpflichtigen Statistik-Portals Statista gewesen. kj

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