Chaos Computer Club Hacker-Kongress feiert Halbzeit mit traditionellem Szene-Spott

Dienstag, 29. Dezember 2015
Der Chaos Computer Club feiert seinen jährlichen Kongress in Hamburg
Der Chaos Computer Club feiert seinen jährlichen Kongress in Hamburg
Foto: Chaos Computer Club

Mit einem satirischen Jahresrückblick um Mitternacht hat der Hacker-Kongress in Hamburg Halbzeit gefeiert. Mehrere tausend Teilnehmer am Chaos Communication Congress amüsierten sich am frühen Dienstagmorgen über Abwege der digitalen Gesellschaft, von den beiden Hackern Frank Rieger und Felix von Leitner, alias "Fefe", in einer Dia-Show präsentiert.
Der "Fnord-Jahresrückblick" ist traditionell der heimliche Höhepunkt des Kongresses - das Kunstwort "Fnord" bezeichnet den spielerischen Umgang mit Informationen und Desinformationen. Die beiden Hacker des Chaos Computer Clubs (CCC) nahmen Auswüchse wie das Fotografieren von Selfies ebenso auf die Schippe wie die bislang nicht sehr erfolgreichen Bemühungen der Unterhaltungselektronik, Neuerungen wie das 3D-Fernsehen im Massenmarkt zu etablieren. Zielscheibe des satirischen Feuerwerks waren aber vor allem Politiker und Medien. Seit Sonntag sind rund 12.000 Hacker, IT-Experten und Aktivisten der Netzpolitik im Hamburger Kongresszentrum versammelt. Die Kongressteilnehmer wollen sich noch bis Mittwoch über Themen wie Internetsicherheit, Freiheitsrechte im Netz und digitale Lebensweisen austauschen.

Am Dienstag präsentiert das Tor-Projekt für die anonyme Internetnutzung seine aktuellen Vorhaben. Die Berliner Aktionskünstler des Peng-Kollektivs stellen ihre Initiative für den Ausstieg von Geheimdienstmitarbeitern vor. Und der österreichische Facebook-Kritiker Max Schrems spricht zum Thema Safe Harbour - der im Oktober vom EU-Gerichtshof gekippten Vereinbarung mit den USA zur Übermittlung persönlicher Daten in Internet-Diensten. dpa
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