Castingshow Marianne Rosenberg wird DSDS-Jurorin

Montag, 07. Oktober 2013
Die Jury von "Deutschland sucht den Superstar" anno 2014 (Foto: RTL)
Die Jury von "Deutschland sucht den Superstar" anno 2014 (Foto: RTL)
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Mit einem überraschenden Neuzugang in der Jury und zahlreichen Neuerungen will RTL seine Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" neu beleben. Neben Mia-Frontfrau Mieze Katz und Rapper Kay One wird Schlagersängerin Marianne Rosenberg künftig über die Kandidaten zu Gericht sitzen. Außerdem werden die erzählerischen Elemente der Show gestärkt. Noch vor zwei Jahren ließ Schlagerstar Marianne Rosenberg kein gutes Haar an Castingshows: "Diese Sendungen sind Menschenverwertungsmaschinen. Es geht nur ums Geschäft, und die Teenies fallen darauf herein", klagte die Sängerin in der "Bild"-Zeitung. Auch zu Chefjuror Dieter Bohlen fand sie klare Worte: "Wenn jemand so gut das Arschloch der Nation spielt, wollen die Leute das einfach sehen."

Mittlerweile hat sie ihre Meinung offensichtlich revidiert. In der 11. Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" sitzt die 58-Jährige selbst in der Jury. "Ich war 13 als ich selbst an einem Casting teil nahm und einen Plattenvertrag gewann", teilt die Sängerin mit. "Ich weiß, wie man sich fühlt, wenn man da steht. Schutzlos, ausgeliefert, Panik vor der eigenen Courage. Seit über 40 Jahren mache ich Musik, bin Interpretin, Autorin, Produzentin, ich kenne das Showbusiness wirklich in- und auswendig. Und darum habe ich auch Tipps und Rat für die jungen Kandidaten." Außerdem ziehen Mieze Katz, Sängerin der Berliner Elektropop-Band Mia ("Tanz der Moleküle") und Rapper Kay One in die Jury von "DSDS" ein.

Neben einer neuen Jury bekommt die Castingshow 2014 auch neue Regeln und einen neuen Look. Das Motto der 11. Staffel lautet "Kandidaten an die Macht": Die Kandidaten müssen ihren Auftritt inklusive Outfit und Choreographie künftig selbst gestalten - natürlich stets begleitet von den Kameras. Insgesamt werden also die erzählerischen Elemente des Formats gestärkt. Bereits bei den Castings bekommen die Kandidaten mehr Einflussmöglichkeiten: Sie dürfen bestimmen, welches Jury-Mitglied bei einem Patt über den Einzug in die nächste Runde entscheidet.

Auch die Zuschauer werden stärker in die Sendung eingebunden und können beispielsweise per Online-Voting entscheiden, ob ein Kandidat direkt ein Ticket für den Recall in der Karibik bekommt. Außerdem kürt die Jury in den Live-Challenge-Shows künftig einen Tagessieger, der einen besonderen Preis bekommt.

Die 10. Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" war im Frühjahr mit den schlechtesten Einschaltquoten in der Geschichte der Castingshow zu Ende gegangen - und das obwohl mit Bill und Tom Kaulitz zwei absolute Teenie-Stars in der Jury saßen. RTL-Unterhaltungsschef Tom Sänger hatte daraufhin tiefgreifende Änderungen an dem Format angekündigt: "Aufgrund des Lebenszyklus des Formats reicht es nach zehn Jahren nicht mehr, an kleinen Rädchen zu drehen. Wir müssen drastischer sein, am großen Rad drehen", sagte Sänger im "Spiegel". Anfang 2014 wird sich zeigen, ob RTL genug am Rad gedreht hat. Die Aufzeichnung der Castingshows beginnt am Montag, 7. Oktober. dh
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