Buzzfeed Plattform will in Deutschland schnell wachsen

Freitag, 17. Oktober 2014
Screenshot der deutschen Buzzfeed-Website
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Seit Mittwochabend ist es soweit: Die listenreiche US-Seite Buzzfeed hat jetzt offiziell eine deutsche Ausgabe. Zum Start der deutschen Version lud Buzzfeed konsequent in ein Berliner Katzencafé - "Cat Content" at its best, sozusagen. Während zwei getigerte Kater durch das Lokal tollten, stellten die Macher ihre Pläne vor. Und machten klar: Sie wollen vor allem schnell wachsen. In einem Dreivierteljahr sollen dann auch Nachrichten hinzukommen.

"17 wahnsinnig clevere Produkte, die jeder Säufer haben sollte" oder "Bist Du ein West-Kind der 80er Jahre?" - Was bei Buzzfeed Deutschland passiert, kreist zunächst um leichte Kost und um soziale Netzwerke. "Sie werden anfangs viel Unterhaltungs-Inhalte auf Buzzfeed sehen", sagt Scott Lamb, der bei der US-Firma für den internationalen Ausbau zuständig ist. Man werde mehr "Cat Content" bringen, scherzt er. In acht Monaten könne die Seite anfangen, auch Nachrichten und Lifestyle-Themen abzudecken. Damit lockt Buzzfeed weltweit 150 Millionen Leser pro Monat an.

Die Macher setzen gezielt darauf, dass Leser die Artikel und Bildersammlungen online an ihre eigenen Freunde verbreiten. So stößt dann auch ein Großteil der Buzzfeed-Leser auf die Webseite. In Deutschland hat das größte Online-Netzwerk Facebook 25 Millionen Nutzer, das ist eine gute Basis für das hierzulande vierköpfige Buzzfeed-Team.
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"Wir werden das machen, wovon wir glauben, dass die Leute gerne darüber reden und das sie es mit ihren Freunden teilen", sagt Chefredakteurin Juliane Leopold. Eine große Fangemeinde auf Facebook aufzubauen, ist ein wichtiges Ziel. Mit der Berliner Buzzfeed-Redaktion will Leopold nun herausfinden, welche Inhalte bei den deutschen Nutzern am besten ankommen.

Buzzfeed setzt auf sein bewährtes Modell. Die Themen drehen sich oft um Dinge, mit denen sich die jungen Leser identifizieren können. Solche Geschichten könnten in Deutschland mit seinen vielen regionalen Besonderheiten gut erzählt werden, sagt Sebastian Fiebrig. Er ist einer von aktuell drei Mitarbeitern (plus Chefredakteurin) und lobt die Bereitschaft zu Experimenten: "Da wird viel mehr darüber nachgedacht, was möglich ist, und nicht, was nicht möglich ist."

Das erste Ziel ist nun, in Deutschland schnell zu wachsen. Dafür sollen die Inhalte auf das hiesige Publikum zugeschnitten werden. Buzzfeed-Expansionsmanager Lamb sagt, er hoffe, dass die deutsche Version innerhalb eines halben Jahres eine eigene Handschrift entwickeln werde. dpa/fam
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