Business Netzwerke Linkedin enttäuscht mit Verlust, Xing beim Neukundengeschäft

Freitag, 05. August 2016
Starkes Wachstum für LinkedIn
Starkes Wachstum für LinkedIn
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Das Karriere-Netzwerk Linkedin gerät vor der Übernahme durch Microsoft tiefer in die roten Zahlen - wächst aber stärker als erwartet. Im zweiten Quartal weitete sich der Verlust verglichen mit dem Vorjahreswert von 67,7 auf 119,3 Millionen Dollar (rund 107,2 Mio Euro) aus, wie Linkedin am Donnerstag mitteilte. Wettbewerber Xing hatte bereits zuvor Zahlen vorgelegt. Auch hier gab es Höhen und Tiefen.

Der Umsatz von Linkedin wuchs um überraschend kräftige 31 Prozent auf 932,7 Millionen Dollar. Die weltweite Nutzerzahl kletterte um 18 Prozent auf 450 Millionen. Die Ergebnisse übertrafen die Prognosen der Analysten. Anleger reagierten dennoch verhalten. Die Linkedin-Aktie notierte nachbörslich nahezu unverändert.

Starkes Wachstum für LinkedIn
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Im Juni hatte der Software-Riese Microsoft angekündigt, Linkedin für etwa 26,2 Milliarden Dollar zu schlucken. Die Übernahme soll bis Jahresende erfolgen. Bei dem deutlich größeren Konkurrenten des deutschen Anbieters Xing können sich Nutzer in beruflichen Profilen vorstellen, nach neuen Jobs Ausschau halten und vernetzen.

Das Karriere-Netzwerk Xing legt unterdessen kräftig zu. Vor allem das Geschäft mit Unternehmenskunden zog deutlich an. Konzernweit wuchs der Umsatz im zweiten Quartal um rund ein Fünftel auf 36,2 Millionen Euro, wie das im TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um rund 30 Prozent auf 12,4 Millionen Euro. Das war mehr als Experten erwartet hatten. Unterm Strich stieg der Gewinn um mehr als ein Drittel auf 6,4 Millionen Euro.

Enttäuschend fiel dagegen das Kundenwachstum der Burda-Tochter aus. Die Zahl der Nutzer mit einem kostenpflichtigen Vertrag stieg seit dem ersten Quartal um rund 10 000 auf mehr als 914 000. Damit blieb das Wachstum hinter dem des Vorquartals und auch den Erwartungen von Analysten zurück. dpa

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