Burda-Vorstand Stefan Winners "Google ist sehr gefährlich"

Mittwoch, 04. Dezember 2013
Sieht die Entwicklung von Facebook skeptisch: Stefan Winners (c) Andreas Mueller / Burda
Sieht die Entwicklung von Facebook skeptisch: Stefan Winners (c) Andreas Mueller / Burda

Er war schon als CEO von Tomorrow Focus ein Freund klarer Worte, und dieser Linie ist Stefan Winners auch als Digital-Vorstand von Hubert Burda Media treu geblieben. Im HORIZONT-Interview redet er Tacheles über die Machtverhältnisse im Internet und die Burda-Strategie. HORIZONT.NET bringt Statements aus dem Interview vorab.
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Das ausführliche Interview mit Stefan Winners lesen Abonnenten von HORIZONT in der aktuellen Ausgabe, die am 4. Dezember als ePaper und auf dem iPad sowie am 5. Dezember in gedruckter Form erscheint. Außerdem beschäftigt sich ein Gastbeitrag von Syzygy-Chef Marco Seiler und ein Mediatrend mit dem Thema Google.

Stefan Winners über Google:

„Google ist ein sehr gefährliches Unternehmen, das nicht nur tolle Produkte entwickelt, sondern auch systematisch Märkte zerstört.“

Über Facebook:

„Facebook verliert in zahlreichen Ländern User und bekommt durch Angebote wie Whats App einen deutlichen Wettbewerb. Das Werbemodell scheint ein Brandingmodell mit Schwerpunkt junge Zielgruppen zu sein, dort scheint die Werbung zu funktionieren. Was Facebook gut macht, ist die Monetarisierung von Inhalten im Mobile-Bereich. Was die langfristige Entwicklung angeht, bleibe ich unverändert skeptisch.“



Über Huffington Post Deutschland:

„Aus der Perspektive von Burda Digital ist die Huffington Post eines von mehreren Projekten, die allesamt einen ähnlichen Investitionsbedarf haben. Die Debatte um die HuffPo spiegelt eher die kulturellen Befindlichkeiten in diesem Lande als die tatsächliche wirtschaftliche Relevanz des Angebots wider.“


Über die mangelnde Monetarisierung in Mobile:

„Zunächst fehlt es an standardisierten, mediengerechten Werbeformen, die nicht stumpf aus dem stationären Internet übernehmbar sind. Zweitens brauchen wir Messinstrumente, die die Nutzer in ihren Multi-Channel-Aktivitäten detailliert messen können. Und drittens brauchen wir Werbungtreibende und Agenturen, die das mobile Medium stärker in ihren Planungsprozessen berücksichtigen.“


Über die Stärke des Burda-Digitalbereichs:

„Mit besseren Managementteams, mit besseren Produkten, die für unsere Märkte kundenspezifischer entwickelt werden, und mit besserer Technik muss ich keine Konkurrenz fürchten. “

Burda Digital

Der Digitalbereich ist nicht das profitabelste, wohl aber das am schnellsten wachsende
Segment von Hubert Burda Media. Er steht für rund 50 Prozent des Konzernumsatzes
und könnte in diesem Jahr 1,3 Milliarden Euro erreichen (2012: 1,16 Milliarden Euro).
Unter dem Dach der Burda Digital Holding werden Marken wie Xing, Holidaycheck, Elitepartner, Zooplus, Chip Xonio Online und Tomorrow Focus (Focus Online, Online-Vermarkter Tomorrow
Focus Media) geführt.

 


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