Burda-Vorstand Kallen Zeitschriften sorgen für größte Gewinne

Mittwoch, 27. November 2013
Burda-Chef Paul-Bernhard Kallen ist mit dem Zeitschriftengeschäft zufrieden  (Foto: Burda)
Burda-Chef Paul-Bernhard Kallen ist mit dem Zeitschriftengeschäft zufrieden (Foto: Burda)


Für Hubert Burda Media war und ist das Jahr 2013 ein gutes - vor allem die Onlinebeteiligungen und das Zeitschriftensegment stellen Vorstandschef Paul-Bernhard Kallen zufrieden. Im Interview mit der "Zeit" hegt der 56-Jährige die Hoffnung, dass der Konzern am Ende des Jahres "um acht Prozent" gewachsen sein werde. Er stellte aber auch klar: Größter Wachstumstreiber des Konzerns sind heute vor allem die Onlinebeteiligungen. Diese stünden inzwischen für rund 50 Prozent des Umsatzes, so Paul-Bernhard Kallen. Der größte Gewinnbringer des Medienhauses sind im laufenden Jahr allerdings die Zeitschriften, die laut Kallen "ein wirklich gutes Ergebnis" erreichen. Die Rendite vieler Zeitschriften sei zweistellig. Mit Blick auf die Zukunft der Medienwirtschaft konstatiert der Vorstandsvorsitzende von Burda, dass die Anzahl der Wege, die Medienhäuser gehen könnten, mit jeder technologischen Innovation zunehme: "Medienunternehmen werden sich dabei immer unähnlicher - jedes wird seinen eigenen Weg in der digitalen Welt suchen."

Zudem fordert der promovierte Volkswirtschaftler, die Begriffe Content und Journalismus sehr viel breiter zu interpretieren, als das heute immer noch in Teilen in der Branche getan wird: "Journalismus ist doch längst nicht nur das, was fest angestellte politische Journalisten machen." So könnten für Kunden auch Produktbeschreibungen wertvoller Content sein. "Das Schreiben an sich wird an Bedeutung verlieren", so Kallen in der "Zeit", dafür werde das Betreuen von Texten wichtiger. "Es wird immer neue und extrem unterschiedliche Technologien geben, mit denen Menschen Inhalte erstellen, beurteilen, bündeln und vor allem selbst verbreiten."

Zum Zeitschriftensegment von Burda gehören unter anderem die Frauenmagazine "Bunte", "Cover" und "Freundin" sowie die Programmies "TV Spielfilm", "TV Today". Größtes Sorgenkind des Verlags dürfte derzeit der "Focus" sein, der trotz eines Wechsels in der Chefredaktion mit stark zurückgehehenden Verkaufszahlen zu kämpfen hat. fam
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