Burda Philipp Welte sieht Veränderungen von "historischer Wucht"

Donnerstag, 20. August 2015
Burda-Vorstand Philipp Welte
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Philipp Welte Burda


Ein Bericht über einen abgeblichen Umbau beim Vermarkter Burda Community Network hat bei Burda für Aufregung gesorgt. In einem Schreiben an die Mitarbeiter dementiert Burda-Vorstand Philipp Welte eine Rückkehr zum Anzeigenleiter-Prinzip, macht aber zugleich mit deutlichen Worten klar, dass die gesamte Branche vor großen Herausforderungen stehe. Der Rückgang der Werbeumsätze sei "in seiner Wucht historisch nur vergleichbar mit der Wirtschaftskrise 2009".
Der "Kontakter" hatte in seiner aktuellen Ausgabe über mögliche Veränderungen in der Vermarktungsstruktur von Burda spekuliert. Unter anderem hieß es in dem Beitrag, dass Burda wieder Anzeigenleiter einführen wolle. In einem Schreiben an die Mitarbeiter nahm Burda-Vorstand Philipp Welte am Mittwochabend zu den Spekulationen Stellung und dementierte eine Rückkehr zum Amzeigenleiter-Prinzip, wie Burda auf Anfrage bestätigt. Über eine mögliche Weiterentwicklung der Vermarktung werde aber natürlich fortlaufend gesprochen. Zugleich betont Welte in der E-Mail, dass "eine disruptive Veränderung des Vermarktungsgeschäftes" die gesamte Medienindustrie "vor große Herausforderungen" stelle. So sei die Entwicklung der Anzeigenumsätze in ihrer "Wucht historisch nur vergleichbar mit der Wirtschaftskrise 2009".

Die Kunden hätten heute "unendlich viel mehr Möglichkeiten ihre Werbung medial zu transportieren, und unsere Wettbewerber gehen deutlich aggressiver vor als in den letzten Jahren noch". Vor allem die Preisstrategie der TV-Vermarkter in Deutschland habe das Niveau der gesamten Medienindustrie gedrückt, klagt Welte. dh
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