Burda News-Bereich wird in Screens und Infotainment aufgeteilt

Montag, 09. November 2015
Andreas Mauch kümmert sich künftig um Screens, Alexander Grzegorzewski um Infotainment. Hubert Jakob leitet die neue Einheit "TEC" (v.l.n.r.)
Andreas Mauch kümmert sich künftig um Screens, Alexander Grzegorzewski um Infotainment. Hubert Jakob leitet die neue Einheit "TEC" (v.l.n.r.)
Foto: Hubert Burda Media

Burda baut um: Der Bereich News wird künftig in die Einheiten Screens und Infotainment aufgeteilt, zudem wird eine Unit für mediennahes Neugeschäft gegründet. Damit wolle man den veränderten Marktgegebenheiten und der übergeordneten Vermarktungsstrategie Rechnung tragen, heißt es aus München.
Den Bereichen von Burda News steht jeweils ein Managing Director vor, der direkt an die Geschäftsführung um den Vorsitzenden Burkhard Graßmann berichtet. Hier werden auch die Vermarktungsschnittstellen zum BCN angesiedelt. Damit zieht Burda nun auch bei seiner News-Sparte die Ebene ein, wie es sie bei der Burda Style Group bereits gibt. Um den Bereich Screens mit den Marken "TV Spielfilm", "TV Today", "TV Schlau" und "Cinema" kümmert sich künftig Andreas Mauch. Der 35-Jährige war zuletzt Leiter des Digitalbereichs von Burda News. Für Infotainment - hierzu gehören die "Focus"-Markenfamilie, "Playboy", "Fit for Fun" sowie "Free Men's World" - ist Neuzugang Alexander Grzegorzewski (54) zuständig. Er bekleidete zuletzt leitende Funktionen unter anderem bei der Motor Presse Stuttgart und bei Axel Springer. Nach HORIZONT-Informationen wird Benita Ahsendorf, die vor gut einem Jahr die Vermarktung von "TV Spielfilm" und "TV Today" übernommen hatte, das Unternehmen im selben Zug verlassen.

Die neue Einheit "The Enabling Company" (TEC) soll sich um mediennahes Neugeschäft und sonstige Erlösquellen kümmern, also Media-for-Equity- und Media-for-Revenue-Modelle. TEC-Leiter wird Hubert Jakob, auch er berichtet an die Geschäftsführung von Burda News. Jakob, 49, stand dem Unternehmen in der Vergangenheit als Berater zur Seite. Er ist Gründer des Statistik-Portals Statista und war zuvor unter anderem für Bertelsmann, die Deutsche Bank und McKinsey tätig. "Ich freue mich, dass wir mit Alexander Grzegorzewski und Hubert Jakob zwei ausgewiesene Experten ihres Fachs verpflichten konnten. Sie und Andreas Mauch werden uns dabei helfen, den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortzusetzen", so Graßmann.

In den ersten Monaten des Jahres war das Print-Geschäft von Burda rücklaufig: BCN verzeichnete von Januar bis August ein Minus von 1,7 Prozent bei den Bruttowerbeumsätzen. Auch deswegen wird an den Vermarktungsstrukturen gefeilt: Vor wenigen Wochen hatte Burda-Zeitschriftenvorstand Philipp Welte gegenüber HORIZONT erklärt, in der Print-Vermarktung "schneller, kreativer und effizienter" werden zu wollen (Ausgabe 42/2015). "Strukturen sind vorübergehende Erscheinungen", so Welte: "Man muss sie verändern, wenn sie es erschweren, Prozesse zu erneuern und zu verbessern." Das digitale Publishing- und Vermarktungsgeschäft hatte Burda kürzlich unter dem Dach von Burda Forward neu geordnet. ire
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