Brand Media Vermarktung: Medweth-Titel werden Jalag-Mandanten

Donnerstag, 22. Oktober 2015
Jalag-Manager Ingo Kohlschein
Jalag-Manager Ingo Kohlschein
Foto: Jahreszeiten Verlag / Andreas Sibler

Niemals geht man so ganz: Der Jahreszeiten Verlag (Jalag) und die Media Group Medweth setzen ihre gemeinsame Werbevermarktung 2016 zum großen Teil fort – auch nach dem Ausstieg von Medweth aus der Gemeinschaftsfirma BM Brand Media.

Zur Erinnerung: Der Jalag hat die Medweth-Anteile von Brand Media im August komplett übernommen. Das Vermarktungsunternehmen war erst Ende 2011 als 50/50-Joint Venture gegründet worden. Doch anders als in Medienberichten im Sommer spekuliert, kommt es nicht zu einer kompletten Trennung der Ex-Partner. Sondern: Die nun 100-prozentige Jalag-Tochter Brand Media übernimmt die Vermarktung von Medweths Massenmarkt-Titeln (unter anderem „Madame“, „Jolie“, „Familie & Co“) im kommenden Jahr via Mandantenvertrag.

Für seine spitz positionierten Coffeetable-Magazine „Intersection“, „Fräulein“ und „Numéro“ wird sich Medweth allerdings alternative Vermarktungswege überlegen, denn sie scheiden aus dem Brand-Media-Portfolio aus. Damit kommt es zu genau der Lösung, die HORIZONT bereits im August skizziert hat. In diesem Zuge gehen alle Brand-Media-Mitarbeiter am Medweth-Standort München zum Januar 2016 in die Media Group Medweth über.

Beiden Partnern war seit längerem bewusst, dass es sowohl für Medweths Nischentitel als auch für die Massenmarkt-Hefte von Jalag („Für Sie“, „Petra“) und Medweth das Beste wäre, Erstere separat zu vermarkten. Unter anderem auch dies war ein Grund für atmosphärische Störungen zwischen beiden Häusern. Im Falle einer kompletten Trennung – also auch bei Verzicht auf eine Mandantenvermarktung der Medweth-Massentitel durch Brand Media – wären beide Häuser einzeln im Relevanz-Ranking der Werbekunden abgerutscht.

„Wir setzen den gemeinsamen Weg im Sinne unserer Kunden und Partner fort“, sagt Jalag-Geschäftsführer Ingo Kohlschein. Sein Neu-Mandant, Verleger Christian Medweth, ergänzt: „Der ursprüngliche Gründungsgedanke, Medien sinnvoll zu bündeln, ist nach wie vor gut und richtig.“ Mit der neuen Struktur setze man auf Schnelligkeit, Kreativität und Verlässlichkeit.

Seit Oktober sind die Jalag-Nachrücker Hilleken Zeineddine und Roberto Sprengel Geschäftsführer von Brand Media. Ihre bisherige Chefin und Brand-Media-Geschäftsführerin Helma Spieker scheidet nun nicht erst zum Jahresende aus, sondern bereits Ende Oktober. Sie wechselt bekanntlich zu Bauer. rp

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