Leserstudie der "Bild am Sonntag" Werbung wirkt vor allem am siebten Tag

Donnerstag, 22. Oktober 2015
Viele Menschen entscheiden am Sonntag über wichtige Anschaffungen
Viele Menschen entscheiden am Sonntag über wichtige Anschaffungen
Foto: Axel Springer

Mit dem Erscheinungstermin Samstag von "Spiegel" und "Focus" und der Ausweitung der Wochenendteile vieler Tageszeitungen hat die "Bild am Sonntag" neue Wettbewerber um die Gunst der Wochenendleser und der Anzeigenkunden bekommen. Grund genug für Axel Springer, sein 2015 im Werbemarkt arg gebeuteltes Dickschiff (Bruttominus bis September: 18 Prozent) mit frischen Zahlen zum Mediennutzungsverhalten am Sonntag zu unterstützen.

So hat sich der Anteil der frei verfügbaren Zeit der Deutschen am Sonntag in den letzten zwei Jahren um fast 8 Prozent erhöht, samstags nur um gut 2 Prozent – und werktags dagegen um über 10 Prozent verringert. Das ergibt die "Sonntagsanalyse" des "BamS"-Vermarkters Media Impact. Dazu wurden über 1000 Telefoninterviews mit repräsentativ ausgewählten Personen über 14 Jahren geführt. Danach besteht der Sonntag zu 70 Prozent aus freier Zeit, viel mehr als der Samstag (53 Prozent) mit Einkaufen und der durchschnittliche Werktag (36 Prozent).

"Die Deutschen holen sich ihren Sonntag zurück und nutzen ihn wieder stärker zum Abschalten", sagt "BamS"-Geschäftsführerin Carolin Hulshoff Pol. Das sei auch eine Chance für Zeitungen wie die "BamS", die für viele Befragte zum Sonntag einfach dazugehöre.

26 Prozent beginnen den Tag mit einer Sonntagszeitung – zu einer Zeit, in der kaum andere Medien genutzt werden, bis auf Radio, das dann jedoch meist keine Werbung ausstrahlen darf. 40 Prozent der Befragten planen sonntags wichtige Anschaffungen, 16 Prozent entscheiden sich dann bereits. Unter den "BamS"-Lesern sind es sogar 44 beziehungsweise 26 Prozent. Derweil rühmt sich das Springer-Blatt, dass 83 Prozent seiner Leser Werbung für hilfreich halten; bei sonstigen aktuellen Print-Titeln sind es laut Studie nur 67 Prozent. rp

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