"Bild" Julian Reichelt wird Vorsitzender der Chefredaktionen

Montag, 06. Februar 2017
Julian Reichelt
Julian Reichelt
Foto: Axel Springer

Primus inter pares: Julian Reichelt, Chefredakteur von Bild.de, ist mit sofortiger Wirkung zum Vorsitzenden der Bild-Chefredaktionen berufen worden. Er soll in dieser Funktion sicherstellen, dass die Marke Bild auch nach dem Ausscheiden von Herausgeber Kai Diekmann aus einer Hand geführt wird.
Reichelt, 36, zeichnet als Vorsitzender der Chefredaktionen vor allem für die Themen Strategie, Personalpolitik und das Zusammenspiel von Print und Digital verantwortlich. Dass mit dieser Aufgabe der amtierende Chef von Bild.de und nicht etwa Tanit Koch, Chefredakteurin der gedruckten "Bild"-Zeitung, betraut wurde, zeigt, dass sich der Schwerpunkt bei der Bild-Gruppe mittlerweile deutlich in Richtung Digital verschoben hat. Tanit Koch bleibt Chefredakteurin von Bild Print, Marion Horn Chefredakteurin der "Bild am Sonntag". Peter Huth, seit 2008 Chefredakteur der "Bild"-Schwester "B.Z." übernimmt ebenfalls mit sofortiger Wirkung die Chefredaktion der "Welt am Sonntag". Er berichtet an Ulf Poschardt, Chefredakteur von Welt N24. Nachfolgerin von Huth bei der "B.Z." wird Miriam Krekel, 39, derzeit Stellvertreterin des Chefredakteurs.

"Der Erfolg von Bild als multimedialer Marke basiert ganz wesentlich auf der Überzeugung, dass Print und Digital ihre eigenen Stärken selbstbewusst ausspielen und gleichzeitig stets eng verzahnt arbeiten – sowohl bei der publizistischen Ausrichtung, als auch hinsichtlich der Arbeitsabläufe", erklärt Springer-Chef Mathias Döpfner. "Um dies sicher zu stellen, wird Julian Reichelt die übergeordnete Steuerung in enger einvernehmlicher Zusammenarbeit mit Tanit Koch, Marion Horn und Miriam Krekel übernehmen. Marion Horn wird ihren sehr erfolgreichen Kurs fortsetzen, eine leidenschaftliche Sonntagszeitung zu gestalten, die mehr und anders ist als die siebte Ausgabe der Bild-Zeitung. Tanit Koch wird Bild als Leitmedium so engagiert positionieren, wie bisher."

Peter Huth habe die "B.Z." als Magnet der Kreativen und als Beispiel für modernen Hauptstadt-Boulevardjournalismus positioniert, so Döpfner weiter. "Dafür danke ich ihm und wünsche ihm für seine neuen Aufgaben bei der 'Welt am Sonntag' ebenso viel Erfolg. Ich bin überzeugt, dass Miriam Krekel nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit auch als neue Chefredakteurin den besonderen Charakter der B.Z. erhalten und weiterentwickeln wird." dh
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