Bilanz Ströer verdoppelt Ergebnis

Dienstag, 23. Februar 2016
Mit der Übernahme von Interactive Media hat Ströer, hier die Konzernzentrale in Köln, die Karten im deutschen Onlinemarkt neu gemischt
Mit der Übernahme von Interactive Media hat Ströer, hier die Konzernzentrale in Köln, die Karten im deutschen Onlinemarkt neu gemischt
Foto: Ströer

Der konsequente Digitalisierungskurs von Ströer trägt Früchte: Im vergangenen Jahr konnte der Außenwerber seinen Umsatz um 14 Prozent steigern und das Jahresergebnis nahezu verdoppeln. Zu dem erneuten Rekordergebnis hat unter anderem die Übernahme von T-Online und Interactive Media beigetragen, aber auch organisch konnte das MDAX-Unternehmen deutlich wachsen.
Nach vorläufigen Zahlen wuchs der Umsatz von Ströer im vergangenen Jahr um rund 14 Prozent auf 824 Millionen Euro. Größter Treiber war dabei erneut das Digital-Segment, laut Unternehmen trugen aber auch eine gute Auslastung des Inventars sowie eine insgesamt gute operative Performance im Kernmarkt Deutschland zu dem guten Ergebnis bei. Das organische Wachstum lag bei 10 Prozent. Für zusätzlichen Umsatz sorgten außerdem die Zukäufe im vergangenen Jahr: Ströer war durch die Übernahmen von T-Online und der Vermarkter Interactive Media und OMS zum größten Onlinevermarkter in Deutschland aufgestiegen.

Das Operational EBITDA stieg um 40 Prozent auf 208 Millionen Euro, das bereinigte Jahresergebnis verdoppelte sich auf 106 Millionen Euro. Die Verschuldung ging durch die gute Entwicklung auf 231 Millionen Euro und damit den niedrigsten Stand seit dem Börsengang zurück.

"Wir sind äußerst zufrieden mit dem Kurs, den wir eingeschlagen haben. Unsere sehr guten Geschäftszahlen unterstreichen das. Wir haben es geschafft, ein einzigartiges Geschäftsmodell zu etablieren und erfolgreich unsere Transformation hin zu einem digitalen Multi-Channel-Medienhaus vollzogen", sagt Ströer-CEO Udo Müller. "Diese Entwicklung wird dadurch beispielhaft illustriert, dass der Umsatz mit unserem ursprünglichen Kernprodukt, den traditionellen Billboards, in diesem Jahr weniger als 15 Prozent des gesamten Konzernumsatzes ausmachen wird."

Auch für das laufende Jahr stellt Ströer weiteres Wachstum in Aussicht: Allein im ersten Quartal rechne man mit einem organischen Wachstum von bis zu zehn Prozent. Für das Gesamtjahr geht das Kölner Unternehmen von einem Konzernumsatz zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden Euro und einem EBITDA von 270 bis 280 Millionen Euro aus. Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 werden am 22. März veröffentlicht. dh
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