Bilanz Sky verbucht ersten operativen Jahresgewinn seiner Geschichte

Donnerstag, 06. Februar 2014
-
-


Brian Sullivan hat es geschafft: Sky hat das Jahr 2013 mit einem positiven Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen abgeschlossen - zum ersten Mal in seiner bewegten Geschichte. Der Pay-TV-Konzern konnte alle relevanten Kennziffern verbessern: Der Umsatz stieg ebenso wie die Zahl der Abonnenten und der Umsatz pro Kunde. Unter dem Strich schreibt das Unternehmen allerdings nach wie vor rote Zahlen.
Das erste positive Ebitda in der Unternehmensgeschichte hat Sky vor allem der weiter gestiegenen Zahl der Abonnenten zu verdanken: Zum Ende des Jahres verzeichnete das Unternehmen 3,67 Millionen direkte Abonnenten - eine Steigerung um 304.000 zahlende Kunden. Zugleich sank die Kündigungsquote auf 11,2 Prozent (Vorjahr: 11,8 Prozent). Durch die Einbeziehung der ehemaligen Liga Total-Kunden der Deutschen Telekom stieg zudem die Zahl der Wholesale-Abonnenten um 143.000 auf 268.000. Der Umsatz pro Kunde stieg um 5,5 Prozent auf 34,56 Euro.

Mehr Kunden, mehr Umsatz: Der Gesamtumsatz erhöhte sich vor allem aufgrund des Kundenzuwachses um 16 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 86 Millionen Euro auf 35 Millionen Euro. Nicht zuletzt der Werbeumsatz erreichte Rekordniveau: Der Vermarkter Sky Media Network konnte seine Erlöse um 12 Millionen auf den neuen Rekordwert von 41 Millionen Euro ausbauen. Unter dem Strich steht aber nach wie vor ein Verlust in Höhe von 133 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Minus indes noch 195 Millionen Euro betragen.

"Wir haben unser Versprechen gehalten und das erste positive EBITDA auf Jahresbasis erzielt", freut sich Brian Sullivan, Vorsitzender des Vorstands von Sky Deutschland: "Das ist ein wichtiger Meilenstein für Sky, der unsere hervorragenden Fortschritte belegt. Hochwertige Programme sowie ausgezeichnete Produkte und Angebote führen zu Spitzenwerten bei der Kundenzufriedenheit und anhaltendem Wachstum. Für dieses Jahr haben wir ambitionierte Pläne und erwarten einen signifikanten Anstieg des Netto-Wachstums bei gleichzeitig kontinuierlich hohem Anstieg des Umsatzes und des EBITDA. 2013 war ein gutes Jahr 2014 wird noch besser."

Sky hat in den vergangenen Monaten und Jahren erfolgreiche eine Reihe neuer Services und Produkte auf den Markt gebracht: So stieg die Zahl der Abonnenten, die den Abrufdienst Sky+ nutzen, auf 1,48 Millionen. Das sind rund 40 Prozent aller Sky-Kunden. Auch die Zahl der HD-Kunden wuchs auf knapp 1,8 Millionen - damit nutzt inzwischen etwa jeder zweite Kunde Sky in HD. Die Nutzung des mobilen Service Sky Go verzeichnete mit 70 Millionen Zugriffen mehr als doppelt so viele Kunden-Logins wie im Vorjahr.

Für das laufende Jahr 2014 will der Pay-TV-Anbieter das Innovationstempo weiter hoch halten: Ende 2013 hat Sky mit Snap by Sky eine Online-Videothek gestartet, die auch Nicht-Abonnenten nutzen können. Sky Home soll Abonnenten mit einem individuell anpassbaren Start-Bildschirm eine noch komfortablerer Nutzung des Programmangebotes und der Dienste von Sky ermöglichen. Ob Sky endgültig den Sprung in die schwarzen Zahken schafft, wird aber in erster Linie davon abhängen, ob der Pay-TV-Anbieter die gestiegenen Rechtekosten für die Fußball-Bundesliga durch mehr Kunden und höhere Umsätze auffangen kann. Im April kaufte Sky die Live-Rechte an der Fußball-Bundesliga bis 2017 und überweist der Deutschen Fußball-Liga dafür rund 486 Millionen Euro pro Jahr. dh
Meist gelesen
stats