Bewegtbild Fernsehen schlägt Google und Co um Stunden

Donnerstag, 01. August 2013
TV und Internet im Vergleich (Quelle: Wirkstoff TV)
TV und Internet im Vergleich (Quelle: Wirkstoff TV)


Das soziale Netzwerk Facebook arbeitet offenbar an neuen Bewegtbildformaten, und für Google-Chef Eric Schmidt hat sich Youtube mittlerweile sogar gegen das klassische Fernsehen durchgesetzt: Der Wind, der klassischen Fernsehsendern entgegen weht, wird immer kälter. In einer konzertierten Aktion aller europäischen Gattungsinitiativen, darunter auch Wirkstoff TV, wollen sie nun das Größenverhältnis von TV und Google wieder geraderücken.
Für ihr Rechenbeispiel nutzen die TV-Vertreter die Daten von Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF), Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und Comscore und stellen jeweils die Nettoreichweite und die Nutzungsdauer von TV und Internet gegenüber. Das Ergebnis: Klassisches Fernsehen wird in der Gesamtbevölkerung 130 Stunden monatlich genutzt - mehr als fünfmal so häufig als das Internet (25 Stunden) und fast 44-mal mehr als Youtube (3 Stunden).

Doch einen Haken gibt es: Da Comscore die mobile Internetnutzung nicht ausweist, bezieht sich der Vergleich des TV-Lagers nur auf die stationäre Nutzung. Würde Mobile einbezogen, würden sich die Zeiten sicherlich noch einmal verschieben, gesteht auch Martin Krapf, Geschäftsführer von Wirkstoff TV: Trotz aller Probleme bei der Vergleichbarkeit dürften die Zahlen ein halbwegs realistisches Bild für die Relevanz der Plattformen in der Gesamtbevölkerung darstellen - und natürlich auch für Marketing und Werbung."

Es gehe auch nicht darum, das Internet, Google, Youtube und Social Media schlecht zu machen. Youtube sei eine hervorragende Plattform für die Promotion von TV-Inhalten, Facebook und Twitter kongeniale Partner bei der Second-Screen-Nutzung, während TV- und TV-Werbung als wichtiger Impulsgeber für die Google-Suche diene. TV ist ein wichtiger Motor für die Online-Kommunikation und die Bewegtbild-Nutzung ist derzeit der stärkste Treiber des Internets", so Krapf weiter. Das Fundament der audiovisuellen Nutzung werde aber immer lineares TV bleiben. kl
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