Beteiligungen A&E kauft sich bei Vice Media ein, Nikkei bei "Monocle"

Dienstag, 02. September 2014
Die aktuellen Ausgaben von "Monocle" und "Vice"
Die aktuellen Ausgaben von "Monocle" und "Vice"
Foto: Cover: Monocle, Vice

Von wegen Print ist tot: Während sich die großen Mainstream-Magazine zunehmend schwer tun, blühen in der Nische zahlreiche erfolgreiche Zeitschriften. Dass es sich dabei nicht zwangsläufig um wirtschaftlich mäßig rentable Liebhaber-Objekte handeln muss, beweisen aktuell zwei millionenschwere Beteiligungen.
Wie die "Financial Times" berichtet, hat Tyler Brûlé eine Minderheitsbeteiligung an seinem 2007 gegründeten Lifestylemagazin "Monocle" an den japanischen Verlag Nikkei Inc. verkauft. Dem Deal liegt eine Bewertung des Unternehmens von 115 Millionen US-Dollar zugrunde. Die genaue Höhe der Beteiligung von Nikkei ist nicht bekannt, laut FT.com investiert der Verlag eine Summe von weniger als 10 Millionen Dollar in "Monocle". Die Gründer um Tyler Brûlé würden noch rund 80 Prozent der Anteile halten. Vergleichsweise bescheiden nimmt sich der "Monocle"-Deal im Vergleich zu einer anderen Transaktion aus: Bereits am Wochenende wurde bekannt, dass sich das US-Network A&E (Biography Channel, History Channel) eine 10-prozentige Beteiligung an Vice Media die Kleinigkeit von 250 Millionen US-Dollar kosten lassen will. Damit würde das aus einem kleinen kanadischen Fanzine hervorgegangenen Medien-Unternehmen mit 2,5 Milliarden US-Dollar bewertet. Die Aktivitäten des 1994 gegründeten Unternehmens decken inzwischen nahezu alle Medienkanäle ab: Neben dem Magazin, das mittlerweile auf eine Gesamtauflage von knapp 1,2 Millionen Exemplaren weltweit kommt und dem dazugehörigen Online-Portal Vice.com produziert das Unternehmen Filme, Bücher, Events und Musik und unterhält eine eigene auf Branded Entertainment spezialisierte Agentur. Auch Time Warner hatte über eine Beteiligung an Vice Media verhandelt. dh
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