Best Ager Magazin Burda löst Redaktion von "Donna" auf

Donnerstag, 15. September 2016
Wird künftig extern produziert: "Donna"
Wird künftig extern produziert: "Donna"
Foto: Hubert Burda Media

Burda zieht bei seinem Frauenmagazin "Donna" die Notbremse. Die Redaktion wird zum Ende des Jahres aufgelöst, ab dem nächsten Jahr werden die Inhalte von einem externen Dienstleister zugeliefert. 14 Mitarbeiter sind betroffen.
Der Verlag begründet den radikalen Einschnitt mit der wirtschaftlichen Situation der Zeitschrift: "Trotz verschiedener auch mit der Chefredaktion gemeinsam erarbeiteter Lösungsansätze war es nicht möglich, die Marke in der bestehenden Konstellation langfristig profitabel zu führen. Dies ist aber unser kaufmännischer Auftrag", teilt BurdaStyle-Geschäftsführerin Manuela Kampp-Wirtz mit. 
Der Titel wird aber erhalten und künftig von einer externen Redaktion produziert. Als Dienstleiter übernimmt ab Januar die Storyboard GmbH des ehemaligen Condé-Nast-Manager Markus Schönmann die redaktionelle Arbeit. Neue Chefredakteurin von "Donna" wird Sandra Djajadisastra, bis 2014 stellvertretende Chefredakteurin des "Donna"-Mutterheftes "Freundin". Sie wird die Redaktion gemeinsam mit einem "Kernteam" aus Art Direktion und diversen Ressortleitungen koordinieren. Die kaufmännische Verantwortung liegt auch weiterhin bei der Burda Style Group.

Von der Auflösung der Redaktion unter der Leitung von Chefredakteurin Katja Hertin sind 14 Mitarbeiter betroffen, die im September ihre Beendigungskündigung erhalten. Eine Weiterbeschäfigung der Betroffenen bei Burda werde geprüft. "Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre exzellente Arbeit. Sie haben in den vergangenen Jahren mit sehr besonderem Journalismus eine beliebte Medienmarke geschaffen, deren Identität wir im Kern wahren möchten und die wir nun in einer Netzwerkstruktur multimedial ausbauen werden", sagt Geschäftsführerin Kampp-Wirtz. 

Die verkaufte Auflage von "Donna" war in den vergangenen Jahren stark rückläufig und lag zuletzt noch bei 114.005 Exemplaren (IVW 2/2016). Zwischenzeitlich konnte Burda rund 140.000 Exemplare von "Donna" absetzen. dh
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