Becker vs. Pocher Warum es bei der Schlammschlacht des Jahres nur einen Sieger geben kann

Freitag, 25. Oktober 2013
RTL zeigt die Schlammschlacht zwischen Becker und Pocher am Freitagabend (Foto: RTL)
RTL zeigt die Schlammschlacht zwischen Becker und Pocher am Freitagabend (Foto: RTL)
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Boris Becker Oliver Pocher Schlammschlacht RTL Showkampf



Es ist das TV-Duell des Jahres: Am Freitag strahlt RTL den Showkampf zwischen Oliver Pocher und Boris Becker aus. Mit bizarren Spielen tragen die beiden Streithähne ihren Zwist nun auf der größtmöglichen Bühne aus - in einer Fernsehshow. Finanziell lohnt sich das Spektakel für beide - doch der Sieger der Schlammschlacht steht unabhängig vom Ausgang bereits fest. Die von RTL am Donnerstag veröffentlichten Bilder sprechen für sich: Für die Spezialausgabe von "Alle auf den Kleinen" schrecken Oliver Pocher und Boris Becker vor nichts zurück. In zwölf Spielen messen sich Streithähne - teilweise in absurd anmutenden Verkleidungen. In einem Spiel spielen die Kontrahenten mit am Kopf befestigten Fliegenklatschen Fußball ("Klatschkopf"), in einem anderen Match müssen Pocher und Beckers Ehefrau Lilly in hautengen, mit Schwämmen versehenen Anzügen vor Dreck starrende Autos sauber schrubben. Da sich der ehemalige Tennis-Profi seit einer Hüftgelenks-Operation körperlich nicht mehr allzu viel zumuten darf, übernimmt seine Frau Lilly einen Teil der Spiele.

Wer den bereits am Dienstag aufgezeichnete Schaukampf gewonnen hat, ist noch nicht bekannt - der Sieger steht allerdings bereits fest: Oliver Pocher. Der Moderator ist bekannt dafür, dass er sich für nichts zu schade ist. Wenn der TV-Clown also in einem albernen Ganzkörperanzug auf einem verdreckten Auto herumrutscht, mag das kein besonders schöner Anblick sein - negative Folgen für sein Image muss er dadurch nicht befürchten.

Für Boris Becker dürfte die PR-Aktion in eigener Sache allerdings gehörig nach hinten losgehen: Die unvorteilhaften Fotos des sichtlich gealterten Tennis-Stars mit der albernen Fliegenklatschen-Mütze gingen am Donnerstag bereits durch die Regenbogen-Presse. Es sind Bilder, die Becker jahrelang verfolgen werden. Das "Heute Journal" sah sich sogar zu einem verzweifelten Appell an das ehemalige Tennis-Idol gezwungen.

Auch finanziell macht Pocher offenbar den besseren Schnitt: Nach Informationen des Kölner "Express" kassiert Becker 250.000 Euro für die peinliche Show. Pocher bekommt zusätzlich zu seiner Gage angeblich noch eine Beteiligung an den Werbeeinahmen. Gegenüber dem "Express" gab der Moderator ununwunden zu: "Der Anfang des Streits war keine Show. Aber irgendwann haben wir natürlich gemerkt, dass wir da was rausschlagen können. Man könnte sagen, dass die Show nur Gewinner hat - finanziell gesehen." Den Imageschaden dürfte dagegen allein Boris Becker davontragen. dh

Boris Becker beim "Klatschenfußball" (Foto: RTL/Willi Weber)
Boris Becker beim "Klatschenfußball" (Foto: RTL/Willi Weber)
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