BVDW-Umfrage Smartwatches überzeugen - auch als Werbeträger

Donnerstag, 07. Juli 2016
Smartwatches wie die Apple Wtach kommen bei ihren Nutzern gut an
Smartwatches wie die Apple Wtach kommen bei ihren Nutzern gut an
Foto: Apple

Trotz Apple Watch, Samsung Gear oder Sony Smartwatch: Computeruhren haben noch nicht die Marktdurchdringung erreicht, die man ihnen zugetraut hätte. Gleichzeitig gilt: Wer eine Smartwatch hat, ist mit ihr zufrieden. Das hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft nun in einer Umfrage festgestellt.
Die Ergebnisse zeigen, dass die intelligenten Uhren als Alltagsbegleiter durchaus Potenzial haben: Jeder zweite Befragte ist zufrieden mit seiner Smartwatch. "Bei der Einführung neuer Geräte gibt es immer Zweifler, die fragen, ob man so etwas überhaupt braucht. Für Smartwatches dürfte das beantwortet sein", folgert Nico Wohlgemuth, Managing Partner bei Dayone und Lableiter Wearables im BVDW.

Außerdem würden 93 Prozent der Befragten ein neues Gerät kaufen, falls ein Nachfolgemodell erscheint oder ihre eigene Uhr kaputt geht. Viele Smartwatch-Nutzer mussten allerdings zu ihrem Glück gezwungen werden: 30 Prozent gaben an, das Gerät als Geschenk erhalten zu haben. 
Smartwatches können gute Dienste als Werbeträger leisten
Smartwatches können gute Dienste als Werbeträger leisten (Bild: BVDW)
Ähnlich wie Smartphones werden auch Smartwatches intensiv genutzt: 78 Prozent der Befragten tragen die Uhr an mindestens fünf Tagen in der Woche, im Schnitt sehen die Nutzer rund 36 Mal am Tag auf ihr Gerät. Das liegt auch an den Benachrichtigungen, die von den Smartwachtes proaktiv gesendet werden. Diese Funktion wünschen sich 77 Prozent der Befragten von ihrem Gerät. Insgesamt empfangen die Nutzer im Schnitt rund 25 Hinweise täglich. Allerdings hat knapp die Hälfte der Smartwatch-Nutzer (45 Prozent) zumindest bei einigen Apps die Benachrichtigungen deaktiviert. Die meistgenannten Gründe dafür sind irrelevante und zu häufige Nachrichten.

Bei den Nutzungsszenarien liegen Textnachrichten, Terminerinnerungen, Fitness-Unterstützungs-Funktionen und natürlich das Ablesen der Uhrzeit ganz vorn. Smartwatches erfüllen allerdings auch ihren Zweck als Werbeträger - und stoßen dabei durchaus auf offene Nutzer: Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) empfindet auf die persönlichen Interessen zugeschnittene Werbung per Smartwatch positiv. Aber nur dann, wenn es um individuell präferierte Marken geht, und wenn die Ansprache im richtigen Kontext erfolgt – etwa beim Betreten eines Ladengeschäftes.
Computeruhren erfüllen im Alltag ihrer Besitzer nützliche Funktionen
Computeruhren erfüllen im Alltag ihrer Besitzer nützliche Funktionen (Bild: BVDW)
Auch in punkto Datensicherheit ist den meisten Nutzern ihre Smartwatch unverdächtig: Nicht einmal ein Fünftel aller Studienteilnehmer (19 Prozent) sieht die Sicherheit der persönlichen Daten als problematisches Thema bei der Smartwatchnutzung.

Dass Smartwatches noch nicht im Massenmarkt angekommen sind, zeigt auch die Basis der Umfrage, die der BVDW gemeinsam mit Defacto Digital Research und Dayone durchgeführt hat: Für die Studie wurden 504 Smartwatch-Besitzer online befragt. Im vergangenen Jahr gab es einer Allensbach-Studie zufolge in Deutschland 970.000 Smartwatch-Nutzer. Allerdings gaben 3,15 Millionen Deutsche an, bis 2017 den Kauf einer Smartwatch zu planen. ire
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