BVB Total Medienaufsicht prüft Videoportal von Borussia Dortmund

Mittwoch, 17. Juli 2013
Das Portal bietet vor allem Videoclips, aber auch Live-Übertragungen
Das Portal bietet vor allem Videoclips, aber auch Live-Übertragungen


Borussia Dortmund droht Ärger mit den Medienbehörden. Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) prüft derzeit das Videoportal BVB Total des Bundesligisten. Neben Videoclips rund um den Verein bietet die Website auch Live-Übertragungen von Spielen des BVB. Die entscheidende Frage lautet: Handelt es sich dabei rechtlich um ein Rundfunkangebot?
Ein Sprecher der Düsseldorfer Medienanstalt bestätigte, dass die Behörde das Angebot prüft. Das Videoportal beinhaltet vor allem Highlight-Videos von Spielen, Interviews und Pressekonferenzen. Darüberhinaus werden aber auch Spiele live übertragen. So wurde das Testspiel gegen den FC Basel auf der Website BVB Total via Livestream übertragen. Sollte die LfM zu der Ansicht kommen, dass es sich dabei um ein Rundfunk-Angebot handelt, müsste der Verein eine Lizenz beantragen.

Die Medienhüter tendieren offensichtlich dazu, den Dienst als Rundfunkangebot einzustufen: "Abrufdienste sind kein Rundfunk, aber wenn ein Spiel live übertragen wird, dann handelt es sich um ein Rundfunkangebot", sagte ein Sprecher der zuständigen Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) gegenüber epd. Wenn Livestreams zu einem "vorherrschenden Bestandteil" des Programms würden, sei das Rundfunkrecht tangiert.

Auch Bayern München musste für sein Web-TV-Angebot FCB TV wegen der Live-Übertragungen eine Rundfunkzulassung beantragen. Im Juni vergangenen Jahres erteilte die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) dem deutschen Rekordmeister eine offizielle Rundfunklizenz für FCB TV. dh
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