BDZV-Umfrage 60 Prozent der Verlage liebäugeln mit Blendle, Instant Articles und Co

Dienstag, 26. Januar 2016
BDZV-Präsident Helmut Heinen
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Die deutschen Zeitungsverleger wollen ihr Digitalgeschäft in diesem Jahr weiter ausbauen. Das ist eines der Ergebnisse der Studie "Trends der Zeitungsbranche 2016", die der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Dienstag in Berlin vorstellte. Laut der gemeinsam mit der Unternehmensberatung Schickler durchgeführten Umfrage rechnen die Verlage sowohl bei der E-Paper-Auflage als auch bei der Werbung im Digitalbereich mit einem deutlichen Wachstum.

BDZV-Präsident Helmut Heinen betont, dass das Kerngeschäft der Verlage, nämlich guter Journalismus, weiterhin im Zentrum der verlegerischen Aktivitäten stehen werde. Allerdings wollten sich viele Verlage breiter aufstellen. Laut Studie wollen zwei Drittel der Verlage noch in diesem Jahr neue Digitalangebote entwickeln, um ihre Marken speziell für jüngere Zielgruppen interessanter zu machen.

Neben dem Ausbau des Verlagsgeschäfts steht laut Heinen in vielen Häusern der Aufbau neuer Geschäftsfelder im Fokus. Die Hoffnungen ruhen dabei vor allem auf den Bereichen E-Commerce und Logistik. "Die Verlage haben die strategische Bedeutung erkannt und wollen ihre Kompetenz in Sachen lokale Marktplätze und Logistik als Wettbewerbsvorteil nutzen", erläutert Alexander Kahlmann, Partner bei der Unternehmensberatung Schickler. Die Mehrheit der Zeitungsunternehmen plane, in den nächsten Jahren im Bereich E-Commerce und Logistik zu investieren. 

Auch Online-Kioske rücken verstärkt in den Fokus. Laut Kahlmann planen 
60 Prozent der Verlage, mit Anbietern wie Blendle zusammenzuarbeiten beziehungsweise ihre Inhalte auf Plattformen wie Facebook Instant Articles einzubringen. Auffällig sei, dass vor allem größere Verlage diesen Weg gingen. An der Online-Umfrage "Trends der Zeitungsbranche 2016" nahmen zwischen dem 14. Dezember und 8. Januar 69 der 250 angeschriebenen Verleger und Verlagsgeschäftsführer teil. Das entspricht einer Quote von 28 Prozent. mas

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