BDZV ARD und Verleger suchen Lösung im Streit um Online-Aktivitäten

Dienstag, 20. Dezember 2016
Um Produkte wie die "Tagesschau"-App gibt es Streit zwischen Verlegern und Sendeanstalten
Um Produkte wie die "Tagesschau"-App gibt es Streit zwischen Verlegern und Sendeanstalten
Foto: ARD
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Die Zeitungsverleger und die ARD versuchen, den Streit über die Online-Aktivitäten der ARD-Anstalten beizulegen. Dabei geht es im Kern um die Frage, wie viel Text die Sender online präsentieren dürfen. Nicht zulässig sind "presseähnliche" Angebote.

Inzwischen gebe es einen gemeinsamen Lösungsvorschlag, sagte Helmut Verdenhalven, Mitglied der Geschäftsleitung im Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und verantwortlich für Medienpolitik. Dieser Vorschlag sehe vor, dass die ARD zwei Drittel der Inhalte auf ihren Startseiten für Video- und Audiomaterial reserviere. Zuerst hatte das NDR-Medienmagazin "Zapp" am Dienstag online darüber berichtet.

"Es ist richtig, es gibt Gespräche", sagte ein ARD-Sprecher. "Es ist allerdings eine sensible Materie, zu der wir uns noch nicht äußern möchten." Verdenhalven zufolge ist bei einem Treffen, an dem unter anderem die ARD-Vorsitzende Karola Wille und BDZV-Präsident Mathias Döpfner teilgenommen haben, über den Vorschlag gesprochen worden, den nun die ARD-Intendanten beraten müssten. "Wir hoffen noch in diesem Jahr auf eine Entscheidung", sagte Verdenhalven.

BDZV und die ARD sind bereits seit längerem im Gespräch über ein gemeinsames Papier. "Die ARD-Intendanten müssen nun entscheiden, ob sie diesen Schritt gehen möchten", teilte der Verband mit. "Ziel des BDZV bleibt, dass die Textmengen in den Online-Angeboten der Sender deutlich reduziert werden." dpa

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