Axel Springers "Bilanz" Herausgeber Arno Balzer will recherchieren statt kuratieren

Mittwoch, 30. April 2014
Die Macher von "Bilanz": Arno Balzer (l.) und Klaus Boldt
Die Macher von "Bilanz": Arno Balzer (l.) und Klaus Boldt


Machtkampf bei Aldi, Linde-Chef Wolfgang Reitzle im Interview: Das Cover der ersten Ausgabe von Axel Springers neuem Wirtschaftsmagazin "Bilanz" verspricht einiges. Und die Macher, Arno Balzer und Klaus Boldt, wissen es selbst am allerbesten: Mediengeschäft ist People-Business. Deshalb wird man "Bilanz" unweigerlich mit ihrem früheren Heft "Manager Magazin" vergleichen. In HORIZONT erklären die beiden, warum sie jetzt vieles anders machen wollen.
Die erste Ausgabe liegt am Freitag der "Welt" bei
Die erste Ausgabe liegt am Freitag der "Welt" bei
An diesem Freitag erscheint die erste Ausgabe. Und fortan monatlich, als Supplement der "Welt". 92 Seiten Umfang bringt das Premierenheft mit, davon 24 Seiten Anzeigen. "Ausverkauft", heißt es dazu stolz bei Springer. Und der Inhalt? "Unsere Geschichten sollen vor Experten bestehen und gleichzeitig von Laien verstanden werden", sagt Chefredakteur Klaus Boldt.

Das Magazin stehe für investigativen und unterhaltsamen Journalismus - und fürs "Recherchieren statt Kuratieren", so Herausgeber Arno Balzer. Dies darf man als Seitenhieb verstehen gegen Steffen Klusmann, seinen Nachfolger beim "Manager Magazin", der jüngst, ebenfalls in HORIZONT, das Kuratieren von Inhalten als eines der redaktionellen Zukunftsprinzipien gepriesen hat - freilich ganz klar nur auf die Gratis-Website bezogen und nicht aufs Heft.

Im HORIZONT-Interview mit Arno Balzer und Klaus Boldt lesen Abonnenten:

- Inwieweit die ehemaligen "Manager Magazin"-Macher, die kurzen Wege der kleinen Spiegel-Gruppe gewohnt, die Arbeit im Konzern Axel Springer als Kulturschock erleben
- Warum sie glauben, dass einige Kollegen von früher sie jetzt beneiden
- Warum sich die Erfolge, anderswo Personal abzuwerben, bisher trotzdem in Grenzen halten
- Wie sie "Bilanz" zur "neuen Kraft im deutschen Wirtschaftsjournalismus aufbauen" wollen - und was sie dabei anders machen möchten als einst beim "Manager Magazin"
- Warum der Vertriebsweg als Gratis-Beilage der "Welt" nicht an ihrer Eitelkeit kratzt
- Warum sie Einzelverkauf und Abo gar als "Relikte der Vergangenheit" ansehen

Abonnenten lesen das Interview in der HORIZONT-Ausgabe 18/2014, die wegen des Maifeiertages am Freitag, 2. Mai erscheint. rp
Meist gelesen
stats