Axel Springer N24 heißt bald WELT – sonst ändert sich nix

Montag, 08. Januar 2018
Der Senderstandort am Potsdamer Platz mit neuem WELT-Logo
Der Senderstandort am Potsdamer Platz mit neuem WELT-Logo
© Welt

Am Donnerstag, den 18. Januar 2018, und damit fast genau 18 Jahre nach dem Sendestart von N24, benennt Axel Springer den Fernsehkanal N24 um in WELT. Begleitet wird diese vorerst letzte Phase des Integrationsprozesses von der umfangreichsten Werbekampagne, die es in der bewegten Sendergeschichte gab. Unterstützung holte sich Springer bei JvM/Spree.

Noch sitzen die Redaktionen der Zeitungen und des Senders getrennt. Das wird sich erst ändern, wenn der derzeit auf dem Nachbargrundstück des Berliner Springer-Konzerns entstehende Neubau von Rem Koolhaas fertiggestellt sein wird. Solange bleibt der Sender an seinem Standort am Potsdamer Platz. Doch mit den getrennten Namen ist es nun vorbei. Davon zeugt die Beschilderung über der Eingangstür zum Sender. Dort prangt seit voriger Woche bereits das von Erik Spiekermann entworfene Logo der Welt. Dasselbe passiert in wenigen Tagen mit dem Fernsehlogo.

Entsprechend starten in dieser Woche die Fachkampagne und der Kinospot, es folgen vom 15. Januar an Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften sowie Werbemaßnahmen in sozialen Medien. Erstmals setzt der Sender Plakatwerbung ein, an insgesamt 31.000 Standorten in 140 Städten.
  • 56705.jpeg
  • 56706.jpeg
  • 56711.jpeg
  • 56701.jpeg
  • 56702.jpeg
  • 56703.jpeg
„Wenn N24 am 18. Januar 2018 ab 3 Uhr morgens WELT heißt, wird die Idee eines einzigartigen journalistischen Angebots unter einer Marke Wirklichkeit“, sagt die fürs Marketing des Senders zuständige Kristina Faßler.

Für den Zuschauer überraschend kommt das nicht: „Ein mehrstufiger Prozess vom neuen Logo über die gemeinsame Webseite, das Design und die Kampagne haben den Weg dafür bestens bereitet“, sagt Faßler. Dazu passend lautet der von JvM/Spree im Team von Geschäftsführer Till Eckel entwickelte Slogan „Bleibt alles beim Neuesten“. Damit wirbt der Sender auch auf der am Wochenende freigeschalteten Landingpage n24wirdwelt.de.

Auf Sendung ging N24 am 24. Januar 2000 unter dem Dach der damals noch zum Kirch-Imperium gehörenden ProSiebenSat.1 AG. Als die Sendergruppe unter Führung von CEO Thomas Ebeling den von Dokus dominierten Nachrichtenkanal nicht mehr haben wollte, wurde er vom Management weitergeführt, darunter Stefan Aust, inzwischen Herausgeber Welt/N24-Gruppe, und Torsten Rossmann, damals wie heute Geschäftsführer des Senders. Von ihnen übernahm Axel Springer Ende 2013 sämtliche Anteile. Bald darauf begann die schrittweise Zusammenführung mit der Welt-Gruppe, die damit sämtliche Verbreitungswege bespielt: von der gedruckten Tages- und Sonntagszeitung über Online bis Bewegtbild/TV.
Nutzer von n24.de werden bereits seit Herbst 2016 auf die gemeinsame Webseite welt.de umgeleitet. Den damals von der „Check-die-Welt“-Kampagne der Agentur JvM/Alster begleiteten Markenprozess schilderte seinerzeit das Geschäftsführer-Duo Torsten Rossmann und Stephanie Caspar im Interview mit HORIZONT. usi

Meist gelesen
stats