Axel Springer Mathias Döpfner will Aktiengesellschaft in Holding umbauen

Freitag, 29. November 2013
Springer-Chef Mathias Döpfner plant den Umbau der Gesellschaftsstruktur (Foto: Springer)
Springer-Chef Mathias Döpfner plant den Umbau der Gesellschaftsstruktur (Foto: Springer)


Springer-Chef Mathias Döpfner bastelt weiter an der Zukunft seines Unternehmens: Offenbar erwägt der Vorstandsvorsitzende die Einführung einer Holding-Struktur, um das einstige Verlagshaus flexibler zu machen. Wie das Portal Newsroom.de berichtet, hat Döpfner diese Pläne intern gegenüber Führungskräften und Betriebsräten offengelegt. "Alles wird ausgegründet - richten Sie sich darauf ein - wir brauchen die selbständigen Einheiten", wird Mathias Döpfner von Newsroom zitiert. Im kleinen Mitarbeiterkreis gab der Springer-Chef nach Informationen der Plattform außerdem zu, dass es ein Fehler gewesen sei, die Ausgründungen nicht bereits vor sieben Jahren vorgenommen zu haben. Offiziell heißt es in Berlin lediglich, man mache sich grundsätzlich Gedanken über verschiedene Formen der Ausgründung. Über das wann und wie sei jedoch noch nicht entschieden. Neben der größeren Flexibilität im Tagesgeschäft hätte die Holding-Struktur auch steuerliche Vorteile für den Konzern.

Zudem kündigte Döpfner an, es werde in Deutschland keine weiteren Verkäufe mehr geben. Aktuell berät das Bundeskartellamt über den Verkauf von "Hamburger Abendblatt", "Berliner Morgenpost", "Hörzu" und "Bild der Frau" an die Funke Mediengruppe sowie über die Gründung zweier Springer-Funke-Gemeinschaftsunternehmen zum Vertrieb und Anzeigenverkauf. Gibt das Bundeskartellamt seine Zustimmung, soll etwa Axel Springer Media Impact in einer der beiden Gesellschaften aufgehen.

Für den Springer-Konzern ist das Holding-Modell im Übrigen kein Neuland: Anfang 2012 wurde bereits "Computer Bild" in eine GmbH überführt, zudem werden neue Mitarbeiter bei der Bild-Gruppe seit September dieses Jahres nicht mehr bei der Axel Springer AG, sondern bei der nicht tarifgebundenen Bild KG angestellt. Beide Auslagerungen hatten bei den Mitarbeitern des Medienkonzerns für Verstimmung gesorgt. fam
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