Axel Springer Bundeskartellamt winkt Übernahme von N24 durch

Freitag, 07. Februar 2014
Axel Springer darf N24 schlucken
Axel Springer darf N24 schlucken


Grünes Licht für Axel Springer: Das Bundeskartellamt hat die Übernahme des Nachrichtensenders N24 durch den Medienkonzern ohne Auflagen freigegeben. "Die Übernahme ist wettbewerblich unbedenklich. N24 ist ein Spartensender, der nur über eine geringe Zuschauerreichweite und über einen geringen Marktanteil auf dem Fernsehwerbemarkt verfügt", teilte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes am Freitag mit.
Axel Springer hatte im Dezember angekündigt, N24 übernehmen zu wollen. Der Nachrichtensender soll künftig als zentraler Bewegtbildlieferant für Springer fungieren. Die Redaktion der "Welt" wird mit der Digitalredaktion von N24 zusammengelegt. Die neue gemeinsame Redaktion wird künftig die Inhalte für alle digitalen Kanäle der Welt-Gruppe und von N24 sowie für die Printprodukte der "Welt" produzieren. "Wir wollen die führende multimediale Redaktion des Landes werden", sagte "Welt"-Chefredakteur Jan-Eric Peters zu der Übernahme.

Der letzte Anlauf von Axel Springer, ins TV-Geschäft einzusteigen, war noch am Veto der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) gescheitert. Die Medienhüter hatten dem Verlag 2006 die Übernahme des TV-Konzerns Pro Sieben Sat 1 untersagt, da das Unternehmen nach Ansicht der KEK eine vorherrschende Meinungsmacht auf dem deutschen Medienmarkt erlangt hätte. Die Zustimmung der Kommission steht noch aus. Allerdings dürfte sich die KEK dieses Mal nicht querstellen. N24 kommt lediglich auf einen Marktanteil von rund 1 Prozent. dh
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