Axel Springer "Bild" formuliert erstmals einheitliche Markenvision für alle Kanäle

Donnerstag, 13. August 2015
Donata Hopfen, Verlagsgeschäftsführerin der Bild-Gruppe
Donata Hopfen, Verlagsgeschäftsführerin der Bild-Gruppe
Foto: Arne Eisermann / HORIZONT

Bescheidenheit ist für die "Bild"-Zeitung ein Fremdwort: Nichts weniger als das "multimediale Leitmedium für ganz Deutschland" will der Springer-Titel werden – und zwar mithilfe einer übergreifenden Markenpositionierung, die alle "Bild"-Kanäle wie Print, Bild.de, Mobile und Apps umfasst.
"Es handelt sich nicht um eine Neuerfindung, sondern um die Transformation der Marke Bild in das digitale und multimediale Zeitalter“, erklärt Donata Hopfen, Verlagsgeschäftsführerin der Bild-Gruppe, gegenüber HORIZONT. Das ganze Thema Marke spiele aktuell in der Medienbranche eine übergeordnete Rolle, erklärt Hopfen. "Nutzer können auf fast unendlich viele Nachrichtenquellen zugreifen. Sich hier als starke Adresse zu positionieren, wird deshalb immer wichtiger." In Deutschland gebe es nur wenige Titel, die das Zeug zu einer "Destinationsmarke" haben. Bild gehört für Hopfen dazu.
Der neue Markenkern von Bild – ursprünglich ein Zitat aus der "Süddeutschen Zeitung"
Der neue Markenkern von Bild – ursprünglich ein Zitat aus der "Süddeutschen Zeitung" (Bild: Axel Springer)
Damit alle Mitarbeiter die neue Markenvision verinnerlichen, hat sie zusammen mit Chefredakteur Kai Diekmann und Jan Bayer, Vorstand Bild und Welt-Gruppe, am Dienstagabend intern das einheitliche Leitbild in Form eines "Brand Book" verteilt, das es auch (intern) als App gibt. Darin finden sich Markenwerte wie Orientierung, Reibung, Kraft und Nähe ebenso Leitsprüche wie "Wir geben den Menschen alles, was sie bewegt."
Einer der Parolen aus dem "Brand Book"
Einer der Parolen aus dem "Brand Book" (Bild: Axel Springer)
Das neue Markenleitbild hatte die HORIZONT-Medienfrau des Jahres 2014 gemeinsam mit Diekmann und ihren Teams in den vergangenen zwölf Monaten erarbeitet. Auf Basis dieser einheitlichen Stoßrichtung will Hopfen den Titel unter anderem zu einer Bewegtbildmarke machen und in den Wettbewerb mit Fernsehsendern um TV-Werbegelder treten. Ungeschönt, authentisch, polarisierend, überraschend, laut und XXL – die neue Positionierung beeinflusst auch die künftige "Bild"-Werbung. Hier wartet die Branche gespannt auf die nächste Kampagne, die erstmals von VCCP kommen wird. Die Berliner hatten sich den Etat im März gesichert. Die bisherige Leadagentur Jung von Matt hatte an dem Pitch nicht teilgenommen. jm

Die Zusammenfassung der neuen "Bild"-Markenvision
Die Zusammenfassung der neuen "Bild"-Markenvision (Bild: Axel Springer)
Einblick ins "Brand Book" der "Bild"
Einblick ins "Brand Book" der "Bild" (Bild: Axel Springer)
Einblick ins "Brand Book" der "Bild"
Einblick ins "Brand Book" der "Bild" (Bild: Axel Springer)
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