Axel Springer "Bild" eröffnet EM in neuem Trikot

Freitag, 10. Juni 2016
Die frisch überarbeitete Titelseite der "Bild" von Samstag
Die frisch überarbeitete Titelseite der "Bild" von Samstag
Foto: Axel Springer
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Axel Springer Bild-Zeitung Veronika Illmer


Ein frischer Wind weht durch die "Bild"-Redaktion: Mit dem Start der Fußball-Europameisterschaft erscheint die "Bild"-Zeitung ab Samstag in einem überarbeiteten Layout. Ziel ist ein einheitlicher Auftritt über alle Kanäle hinweg.

Die optische Verschmelzung von Print- und Digitalauftritt soll vor allem das Leseerlebnis verbessern. So warten beide Bereiche erstmals mit derselben Schriftform auf: Zusätzlich zur Hauptschrift "Helvetica Inserat" wird künftig die Schriftfamilie "Gotham" verwendet. Ebenfalls wird die quadratische Form ein prägendes Element im Flaggschiff des Springer-Konzerns, also beim "Bild"-Logo, den Kolumnenköpfen, Rubriken und Fotoschnitten. Ein reduzierter Einsatz von Farben soll zudem eine schnellere Orientierung für den Leser schaffen.

Art-Direktorin Veronika Illmer hebt hervor: "Wer Klartext spricht, braucht klare Formen. Die Optik von Bild wird noch entschlossener durch eine aufgeräumte Struktur, Reduktion der Farben und eine klare Gewichtung." Im Interview mit HORIZONT Online spricht sie über die Hintergründe für das neue Layout, welches inhouse von der "Bild"-Art-Direktion entwickelt wurde.

Veronika Illmer: "Die ,Bild' war schon in den 60er Jahren Pop"

Veronika Illmer ist Art-Direktorin der "Bild"
Veronika Illmer ist Art-Direktorin der "Bild" (Bild: Axel Springer)
Aus welchem Anlass haben Sie das „Bild“-Layout überarbeitet?
Die optische Weiterentwicklung im Print- und Onlinebereich haben wir von Beginn an als gemeinsames Konzept gedacht. Es ging uns darum, die Marke "Bild" digital und gedruckt noch näher zusammenzuführen. Unser neues Design des Digital-Auftritts wurde bereits im Januar umgesetzt. Jetzt haben wir auch die Printausgabe aufgefrischt.

Welche Veränderungen werden dem Leser direkt auffallen?
Ich hoffe, erstmal nicht all zu viele. Denn unser Ziel ist ja nicht, die gedruckte "Bild" neu zu erfinden, sondern zu optimieren. Was der Leser vielleicht bemerken wird, ist, dass wir weniger Farben verwenden. Was ihm wahrscheinlich nicht so auffallen wird, sind unsere typografischen Änderungen. Unsere Schlagzeilenschrift, die Helvetica Inserat, bleibt. Die Typografie von Bild.de ist eine perfekte Ergänzung. Damit sind wir auch eine der wenigen Marken, die bei ihren Online- und Print-Angeboten dieselbe Schrift verwenden.

Warum haben Sie sich ausgerechnet von dem "Bild"-Layout der 60er Jahre inspirieren lassen?
"Bild" war immer schon Avantgarde. Das fiel mir beim Durchblättern unseres "Bild"-Buches zum 60-jährigen Jubiläum wieder besonders auf. Die Verwendung von rot als einziger Zusatzfarbe war damals natürlich technisch bedingt. Ich finde das ästhetisch auch aus heutiger Sicht spannend. "Bild" war eben schon in den 60er Jahren Pop, und gute Formen sind nie unmodern. jgr

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