Automatisierung IP und Mediacom starten mit Programmatic TV

Donnerstag, 21. Januar 2016
IP-Manager Matthias Dang
IP-Manager Matthias Dang
Foto: IP Deutschland

Deutschlands größte Mediaagentur Mediacom und der TV-Vermarkter IP Deutschland wickeln den gemeinsamen Mediahandel künftig programmatisch ab. Der Vermarkter der Mediengruppe RTL Deutschland stellt sein gesamtes Inventar ein, Mediacom sieht alle Verfügbarkeiten und kann die freien Plätze direkt buchen und optimieren. Mediacom startet nun mit einem großen Kunden, bis Anfang des zweiten Quartals sollen alle anderen aufgeschaltet sein. Damit wird die Abwicklung voll automatisiert.

„Wir sind damit gemeinsam mit Mediacom Vorreiter in einem Segment, das für das lineare TV absolutes Neuland ist. Was bei aller Innovation unverändert bleibt ist, dass wir Premiuminventar vermarkten“, sagt Matthias Dang, Geschäftsführer der IP. Und Claus Bröckers, Chief Investment Officer der Mediacom ergänzt: „Unsere Kunden bekommen durch den programmatischen TV-Einkauf eine Realtime Optimierung ihrer Werbeschaltungen im TV und können sich somit auf die bestmögliche Erreichung ihrer individuellen Ziele verlassen.“ Von der Erweiterung der Systeme erhofft sich Bröckers Effizienzgewinne. Die Agenturmitarbeiter sollen so wieder mehr Zeit für Aufgaben wie die Umfeldplanung bekommen.

Im TV sind die Systeme schon seit Jahren semi-programmatisch und verfügen über einen hohen Automatisierungsgrad. Neu ist, dass das Planungssystem Cool der IP als Sell Side Platform mit dem der Mediacom als Demand Side Platform über eine Schnittstelle verbunden werden.

Die Automatisierung des TV-Einkaufs wird vom Markt sehnsüchtig erwartet. Die Marktpartner gehen von hohen Effizienzgewinnen aus. Bei Online ist der programmatische Einkauf schon auf dem Vormarsch. Die große Fantasie dabei ist jedoch nicht nur die Automatisierung der Prozesse, sondern die Verbindung mit Targeting und dem Einkauf in Echtzeit in dem Moment, in dem der Nutzer beziehungsweise Zuschauer mit dem Werbemittel in Kontakt gerät. Online wird das Inventar dann häufig in Millisekunden versteigert, wenn ein Nutzer auf der Seite unterwegs ist. Für TV sind diese Erweiterungen noch Zukunftsmusik. Die Systeme sind perspektivisch jedoch erweiterbar, betonen Dang und Bröckers. pap 

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