Auszeichnung Europäischer Pressepreis für Büchner und Rusbridger

Dienstag, 18. März 2014
Alan Rusbridger und Wolfgang Büchner werden ausgezeichnet (Bilder: Fedra/dpa)
Alan Rusbridger und Wolfgang Büchner werden ausgezeichnet (Bilder: Fedra/dpa)


"Spiegel"-Chefredakteuer Wolfgang Büchner und "Guardian"-Chef Alan Rusbridger haben eine Sonderauszeichnung beim Europäischen Pressepreis erhalten. Beide hätten bei der Publikation ihrer Geschichten zum NSA-Skandal Beharrlichkeit und Mut bewiesen, wie es in der Begründung der Jury heißt. Der Sonderpreis wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben. Besonders Rusbridger gilt als treibende Kraft bei der Verööfentlichung der NSA-Dokumente des Whistleblowers Edward Snowden: "Edward Snowden kam zu uns und überließ uns die Entscheidung, wie wir mit dem Material umgehen. Und ich glaube, genau das ist die Rolle der Presse. Es geht darum, wem die Gesellschaft zutraut, genau diese Entscheidungen zu treffen. Die Presse sollte die letzte Werte-Instanz sein, wenn alle anderen versagt haben", so der Chefredakteur des britischen "Guardian" im Interview mit HORIZONT.

Büchner ist der einzige Deutsche unter den diesjährigen Gewinnern. Der Europäische Pressepreis wird in vier Kategorien verliehen, die jeweils mit 10 000 Euro dotiert sind. Der Investigativ-Preis geht an die Reuters-Journalisten Steve Stecklow, Babak Dehghanpisheh und Yeganeh Torbati für ihr Stück "Assets of the Ayatollah". Sergey Khazov, Autor bei der russischen Ausgabe des "Time Magazine" wird für drei Reportagen mit dem Preis für besonders gelungenen Schreibstil ausgezeichnet. Boris Dezulović erhält den Preis für den besten Kommentar, erschienen bei "Globus" in Kroatien. In der Kategorie "Innovation" werden Espen Sandli und Linn Kongsli Hillestad vom norwegischen "Dagbladet" ausgezeichnet. ire
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