Außenwerber unter Druck Starker Kurssturz bei Ströer ruft Bafin auf den Plan

Donnerstag, 21. April 2016
Die Konzernzentrale von Ströer in Köln
Die Konzernzentrale von Ströer in Köln
Foto: Ströer

Nach einem heftigen Absturz der Ströer-Aktien hat die Finanzaufsicht Bafin die Börsenentwicklung bei dem MDax-Unternehmen ins Visier genommen. Eine Sprecherin der Behörde sagte am Donnerstag zunächst, es handele sich um eine routinemäßige Prüfung der Vorgänge um den Außenwerbespezialisten. Der Kurs des Unternehmens war zuvor nach Veröffentlichung einer kritischen Analyse durch den US-Hedgefonds Muddy Waters in der Spitze um mehr als 30 Prozent eingebrochen.
Ströer scheine in seinem hochgelobten Onlinegeschäft weitaus weniger erfolgreich zu sein als viele Anleger glauben, hieß es in dem Bericht. Muddy Waters ist für kritische Berichte und Empfehlungen für Leerverkäufer bekannt. Leerverkäufer sind Spekulanten, die auf fallende Kurse setzen und damit Geld verdienen. Ströer kritisierte die Darstellung als "verleumderisch und an den Haaren herbeigezogen". Das Unternehmen, das im vergangenen Jahr den größten Portalanbieter T-Online von der Deutschen Telekom übernommen hatte, habe den besten Jahresbeginn seiner Geschichte erlebt. Das Unternehmen werde sicherstellen, dass die Rechte der Ströer-Eigentümer geschützt würden. dpa
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