Auflagenzahlen Verkaufte Auflage des "Stern" bricht ein / "Spiegel" und "Focus" stabil

Dienstag, 20. Januar 2015
Die meisten Zeitschriften müssen weiterhin mit sinkenden Auflagen leben
Die meisten Zeitschriften müssen weiterhin mit sinkenden Auflagen leben
Foto: Foto: HORIZONT

Die IVW-Zahlen für das 4. Quartal 2014 halten für viele Verlage erneut schlechte Nachrichten bereit. So brach die verkaufte Auflage des "Stern" im Vorjahresvergleich um fast 50.000 Exemplare ein. "Spiegel" und "Focus" konnten ihre verkaufte Auflage dagegen weitgehend stabil halten.
Dem neuen "Stern"-Chefredakteur Christian Krug stehen arbeitsreiche Wochen und Monate bevor. Im 4. Quartal ist die verkaufte Auflage des Flaggschiffs von Gruner + Jahr noch einmal deutlich zurückgegangen. Im Schnitt wurden im Zeitraum von Oktober bis Dezember 725.959 Exemplare des Wochenmagazins verkauft - ein Minus von rund 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im vorangegangenen Quartal waren es noch 775.573, im 4. Quartal des Vorjahres 772.955 Exemplare. Der Einzelverkauf ging im Vorjahresvergleich um rund 15.000 Exemplare auf 201.893 zurück, die Zahl der Abonnenten für das 4. Quartal liegt bislang noch nicht vor. Besser konnten sich die beiden großen Nachrichtenmagazine behaupten: "Der Spiegel" konnte seine verkaufte Auflage wie bereits vorab gemeldet mit 843.085 Exemplaren weitgehend stabil halten - allerdings unter Zuhilfenahme von Tricks wie der Aufstockung der Bordexemplare auf knapp 85.000 Exemplare und einer Verdreifachung des Sonstigen Verkaufs auf rund 32.000 Exemplare. Der Einzelverkauf ging im Vorjahresvergleich um rund 24.000 Exemplare auf 223.401 Exemplare zurück. Immerhin sank die Zahl der Abonnenten nur geringfügig auf 412.063 Exemplare.
"Spiegel"-Vermarktungschef Norbert Facklam macht gemeinsame Sache mit der SZ
Bild: Spiegel Verlag

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Auch der "Focus" konnte sich erfolgreich gegen den allgemeinen Abwärtstrend bei den Zeitschriften stemmen. Die verkaufte Auflage lag im 4. Quartal bei 508.489 Exemplaren - im Vorjahreszeitraum lag sie bei 509.983 Exemplaren. Während der Einzelverkauf auf durchschnittlich 72.050 Exemplare zurückging, konnte der Verlag die Zahl der Abonnenten auf 184.647 steigern (Q3: 180.486). dh
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