Auflagenzahlen IVW 3/2014: Einzelverkauf des "Spiegel" bricht um 12 Prozent ein

Montag, 20. Oktober 2014
Die meisten Zeitschriften müssen weiterhin mit sinkenden Auflagen leben
Die meisten Zeitschriften müssen weiterhin mit sinkenden Auflagen leben
Foto: Foto: HORIZONT

Die aktuellen Auflagenzahlen der IVW dürften nicht dazu beitragen, die Lage beim "Spiegel" zu beruhigen. Im 3. Quartal 2014 ging die Auflage des Nachrichtenmagazins weiter zurück - vor allem im Einzelverkauf lief es schlecht. Hier fiel das Minus sogar zweistellig aus. Aber die beiden anderen großen Wochenmagazine "Stern" und "Focus" müssen mit weiterhin rückläufigen Auflagenzahlen leben.
Insgesamt ging die verkaufte Auflage des "Spiegel" im 3. Quartal dieses Jahres nach den aktuellen Zahlen der IVW um 2 Prozent auf 878.260 zurück. Vor allem das Minus im Einzelverkauf dürfte Wasser auf die Mühlen der internen Kritiker von Chefredakteur Wolfgang Büchner sein: Die Kioskverkäufe brachen im Zeitraum von Juli bis September um 12,5 Prozent ein  - im Schnitt gingen nur noch knapp 261.000 Exemplare pro Ausgabe über die Ladentheke. Nur mit einer massiven Ausweitung der Sonstigen Verkäufe um fast 300 Prozent auf über 30.000 Exemplare konnte der Verlag ein größeres Minus bei der verkauften Auflage verhindern. Bei den Abos belief sich das Minus auf rund 2 Prozent (411.038). Beim "Focus" gibt es dagegen zumindest im Einzelverkauf einen kleinen Lichtblick: Am Kiosk gingen im vergangenen Quartal 83.810 Exemplare pro Ausgabe über die Ladentheke - ein Plus von 2,2 Prozent. Da die Zahl der Abos allerdings weiter zurückging, sank die verkaufte Auflage des Nachrichtenmagazins von Hubert Burda Media unter dem Strich um 3,2 Prozent auf 513.707 Exemplare.

Auch beim "Stern" hält der Sinkflug der Auflage weiter an: Das Flaggschiff von Gruner + Jahr verlor im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 4,5 Prozent seiner verkauften Auflage, die aktuell bei 775.573 Exemplaren liegt. Immerhin konnte das Magazin den Einzelverkauf im 3. Quartal mit 236.302 Exemplaren weitgehend stabil halten. Die Zahl der Abos ging dagegen um 3,2 Prozent auf 215.251 zurück. dh
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