Auflagenstatistik IVW berücksichtigt nun auch Flatrate-Verkäufe bei Readly & Co.

Donnerstag, 09. März 2017
Readly bündelt Zeitschriften-Titel von 150 Verlagen
Readly bündelt Zeitschriften-Titel von 150 Verlagen
Foto: Readly
Themenseiten zu diesem Artikel:

IVW Flatrate Readly Auflagenstatistik Deutschland


Die IVW erfasst unter bestimmten Voraussetzungen nun auch per Flatrate verkaufte E-Paper. Entscheidend für die Anrechnung zur verkauften Auflage ist, wie viel Geld der Verlag für eine einzelne Ausgabe tatsächlich zu sehen bekommt. 
Möglich wird die Meldung von per Flatrate verkauften Ausgabe durch eine Erweiterung des Regelleitfadens der IVW um "Besondere Angebotsformen". Die IVW definiert eine Flatrate als ein Angebot, bei dem "einem Bezieher für einen festen Monatspreis eine unbegrenzte Anzahl an ePaper-Titeln zur Verfügung gestellt wird". In Deutschland bieten Readly, Pocketstory und Pressreader entsprechende Preismodelle an.  Ob die per Flatrate genutzten E-Paper zur verkauften Auflage hinzugerechnet werden, hängt davon ab, wie viel Geld tatsächlich für eine einzelne Ausgabe fließt. Liegt der Erlös zwischen 10 und 50 Prozent des Preises für eine reguläre, gedruckte Ausgabe, zählen die Verkäufe zur Sonstigen Auflage, ab 50 Prozent des regulären Copypreises werden die Verkäufe in der Kategorie Einzelverkauf berücksichtigt. Mehr Informationen zu den neuen Regeln gibt im aktualisierten Regel-Leitfaden der IVW.

In England, Schweden und Österreich werden per Flatrate verkaufte E-Paper bereits seit längerem in den jeweiligen Auflagenstatistiken mitgezählt. Nach Angaben von Readly profitieren in diesen Ländern die Auflagen vieler Titel vom Vertrieb per Flatrate. Ob es auch in Deutschland zu einem spürbaren Effekt kommt, muss man abwarten. Readly hat kürzlich Zahlen für das 4. Quartal 2016 bekannt gegeben: Demnach wurden in diesem Zeitraum 2,6 Millionen Ausgaben über das Angebot gelesen. dh 
Meist gelesen
stats