Auf Basis von "SZ"-Recherchen Netflix verfilmt die Panama Papers

Dienstag, 26. Juli 2016
Die Panama Papers wurden erstmals von der "SZ" veröffentlicht
Die Panama Papers wurden erstmals von der "SZ" veröffentlicht
Foto: Panamapapers.sueddeutsche.de

Seitdem Journalisten der "Süddeutschen Zeitung" im April die geheimen Bankgeschäfte von Politikern, Wirtschaftslenkern und Sportlern aufdeckten, ist es um die so genannten Panama Papers wieder deutlich ruhiger geworden. Das könnte sich bald ändern: Der Streamingdienst Netflix hat angekündigt, sich des Themas anzunehmen.
Wie das Unternehmen mitteilt, soll aus dem Stoff ein Film werden. Die Grundlage bildet das Buch der beiden "SZ"-Investigativjournalisten Frederik Obermaier und Bastian Obermayer "Panama Papers. Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung". Netflix hat sich die exklusiven Filmrechte an dem Buch gesichert und wird die Arbeit gemeinsam mit den Produzenten John Wells, Zach Studin und Claire Rudnick Polstein aufnehmen.  Ebenfalls an Bord sind laut Netflix Marina Walker und Gerard Ryle vom International Consortium of Investigative Journalists, das die Geschichte der Panama Papers gemeinsam mit der "Süddeutschen Zeitung" recherchiert hatte. Weitere Details - Besetzung, Länge, Starttermin - werden bislang nicht genannt. Auch inwieweit Obermaier und Obermayer in dem Film eine Rolle spielen, steht offenbar noch nicht fest.
Panama Papers SZ
Bild: Panamapapers.sueddeutsche.de

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Ted Sarandos, Chief Content Officer bei Netflix, hofft, dass Netflix eine packende Geschichte gelingt, "die einen ähnlichen Effekt hat wie die erste Veröffentlichung der Panama Papers auf den Titelseiten der Welt". Dass Netflix aus wahren Begebenheiten einiges herauszuholen versteht, zeigte zuletzt die große Resonanz auf die Dokumentation "Making a Murderer", die demnächst fortgesetzt werden soll. ire
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