Audience Network Facebook rechnet unabsichtliche Anzeigen-Klicks heraus

Dienstag, 08. August 2017
Im Audience Network werden vor allem native Werbeformate gebucht
Im Audience Network werden vor allem native Werbeformate gebucht
Foto: Facebook
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Facebook sagt misslungenen Werbeplatzierungen im Audience Network den Kampf an: Künftig wird das soziale Netzwerk Klicks auf Anzeigen, die offensichtlich unabsichtlich erfolgt sind, nicht mehr zählen. Einen unabsichtlichen Klick erkennt Facebook etwa dann, wenn der User auf der entsprechenden Landing Page weniger als zwei Sekunden verbracht haben.
Solche Klicks sollen in Zukunft nicht mehr gezählt werden, wie Product Marketing Manager Brett Vogel in einem Blogpost erklärt. Ob es auch künftig bei der 2-Sekunden-Regel bleibt, wird sich zeigen. "Wir werden diese Schwelle kontinuierlich verfeinern und anpassen, wenn wir mehr Daten gesammelt haben", schreibt Vogel. Anzeigen, die laut Facebook unbeabsichtigte Klicks fördern, sind beispielsweise solche mit viel klickbarem Weißraum oder mit einem kleinem klickbaren "X" zum Schließen der Anzeige. Des Weiteren wird Facebook die Auslieferung von Anzeigen im Audience Network, die aufgrund ihrer Platzierung eine außergewöhnlich hohe Klick-Rate aufweisen (siehe Gif), stoppen. Auf diese Weise sollen Nutzer und Werbungtreibende geschützt werden, erklärt Vogel. Zugleich werde man Publisher informieren, um die nötigen Änderungen anzustoßen.

Mit diesen Maßnahmen will Facebook verhindern, den Wert von Werbekampagnen im Audience Network zu schmälern. Zugleich minimiert Facebook die Gefahr, erneut für eine Zähl- bzw. Abrechnungsmethode in die Kritik zu geraten. Die Änderungen sollen in den kommenden Monaten eingeführt werden.

Was für Werbungtreibende grundsätzlich eine gute Nachricht ist, setzt zugleich Publisher unter Druck, die über das Audience Network ihre Websites oder Apps monetarisieren. Sie müssen nun noch stärker darauf achten, dass ihre Anzeigenplätze auch den von Facebook geforderten Qualitätskriterien entsprechen. Diese wurden laut Vogel auf Bitten von Publishern noch einmal präzisiert.

Außerdem bietet Facebook Werbekunden künftig zwei neue Metriken an. Bislang filtert das soziale Netzwerk Impressionen, die offensichtlich von Bots kamen sowie mehrfache Impressionen von der gleichen Person innerhalb kürzester Zeit und solche, die über das festgelegte Budget des Werbetreibenden hinaus erzielt wurden, heraus. Mit Brutto Impressions können sich Werbungtreibende künftig alle Impressionen für eine Anzeige anzeigen lassen. Zudem weist Facebook künftig "Auto Refresh Impressions" einzeln aus. Dies bezieht sich auf Anzeigen in der rechten Spalte der Desktop-Version, die je nach Browsereinstellung nach einer bestimmten Zeit neu laden. ire
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