ApoRed, Leon Machère und Lina Mallon Medienhüter verhängen Bußgeld und leiten Verfahren gegen Youtuber ein

Donnerstag, 14. Dezember 2017
Der Youtube-Kanal von ApoRed
Der Youtube-Kanal von ApoRed
© Screenshot Youtube

Die Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein (MA HSH) hat gegen mehrere Youtuber Bußgelder verhängt beziehungsweise Verfahren eingeleitet. Bei den Verfahren geht es vor allem um Verstöße gegen Werbevorschriften. 
Gegen den Youtuber ApoRed verhängte die Medienanstalt ein Bußgeld in Höhe von 1050 Euro, weil er im Impressum seiner Kanäle bei Youtube, Instagram, Google Plus und Facebook nicht die vorgeschriebenen Informationen zum Anbieter und zur Kontaktaufnahme angibt. Dort wird lediglich eine Postadresse in Kanada genannt. Der Youtuber hatte zuvor auf mehrere Schreiben und Hinweise der MS HSH nicht oder nur unzureichend reagiert. Der Rapper mit dem bürgerlichen Namen Ahmad Ahadi hatte erst kürzlich Ärger mit der Obrigkeit: Wegen eines sogenannten "Bomben-Pranks" wurde er im Oktober zu einer Bewährungsstrafe von sieben Monaten sowie 200 Stunden Sozialarbeit wegen Nötigung, Körperverletzung sowie der Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung von Straftaten verurteilt. 

Gegen weitere Youtuber haben die Medienhüter Verfahren eingeleitet. Bei zwei Videos von Youtuber Leon Machère handelt es sich nach Ansicht der Medienanstalt um Dauerwerbesendungen, die allerdings nicht entsprechend gekennzeichnet wurden. In einem weiteren Video verstößt Machère gegen das Schleichwerbeverbot. Zugleich wurde gegen den Youtuber ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Die Verstöße können mit Geldbußen von bis zu 500.000 Euro geahndet werden. Auch Leon Machère hatte wegen seiner Videos bereits Ärger mit den Behörden: Im Sommer ermittelte die Polizei nach einem "Polizei-Sirenen Prank" wegen Amtsanmaßung gegen den Rapper und Youtuber. 

Außerdem beanstandete die Behörde vier Videos von Lina Mallon wegen Verstößen gegen Werbebestimmungen. Die Rezeptvorschläge und Beautyempfehlungen der Bloggerin in den fraglichen Videos erwecken den Eindruck von redaktionellen Inhalten, sind jedoch in Kooperation mit beziehungsweise im Auftrag von Unternehmen entstanden. Damit handelt es sich nach Auffassung der Medienhüter um Werbung, die als solche klar erkennbar und vom übrigen Inhalt eindeutig getrennt sein muss. Dies war jedoch nicht der Fall. Auch nach einem Hinweis der MA HSH hatte die Bloggerin nicht oder nur unzureichend nachgebessert. Der Medienrat sprach eine förmliche Beanstandung aus und wies die Anbieterin an, die Verstöße zu beheben. dh
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