Anzeigenpreise 2014 Zeitschriften erhöhen erneut / "Closer" ein Drittel teurer

Dienstag, 01. Oktober 2013
Das Klatschblatt von Bauer erhöht die Anzeigenpreise um 30 Prozent
Das Klatschblatt von Bauer erhöht die Anzeigenpreise um 30 Prozent

Jedes Jahr das gleiche Spiel: Trotz meist sinkender Auflagen und Reichweiten erhöhen die Publikumsverlage ihre Bruttoanzeigenpreise auch 2014 munter weiter - diesmal um durchschnittlich 2 Prozent. Das gab der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) am Dienstag dieser Woche auf Nachfrage bekannt. Und die Titel, deren Auflagen tatsächlich steigen, erhöhen ihre Tarife überproportional selbstbewusst - allen voran Bauers "Closer". Eine Vierfarb-Anzeigenseite in Bauers erfolgreichem Klatschblatt kostet im kommenden Jahresdurchschnitt brutto 19.500 Euro - das ist gegenüber 2013 ein Aufschlag von 30 Prozent. Um zweistellige Raten erhöhen ebenfalls "Frau im Leben" (Bayard Media; plus 16,2 Prozent), Burdas "Harper's Bazaar" gegenüber dem Einführungspreis (11,1 Prozent) und "Women's Health" (Rodale Motor Presse; 10,6 Prozent).

Auch "Nur TV" (plus 9,9 Prozent), die drei G+J-Titel "11 Freunde" (9,4 Prozent), "Couch" (9,4) und "Grazia" (8,8), das "Zeit Magazin" (6,0), Bauers "Lecker (6,0) und "Maxi" (5,4) sowie Dauergewinner "Landlust" (5,2) erhöhen brutto relativ selbstbewusst. Bei den Dickschiffen sind die Prozentwerte zwar niedriger, die absoluten Veränderungen dahinter indes höher. So etwa bei "Zeit" (plus 4,2 Prozent), "TV Movie" (3 Prozent), "Bild am Sonntag" (2,5), "Spiegel" (2,1), "Bunte" (2,0), "Stern" (1,4) und "Focus" (1,0).

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Warum das Spiel auch im kommenden Jahr so läuft und warum von den meisten Brutto-Erhöhungen kaum ein Netto-Euro übrig bleiben dürfte, das lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 40/2013, die am Freitag, 4. Oktober erscheint.

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Insgesamt erhöhen rund 330 Titel und Kombinationen - das sind 58 Prozent aller ungefähr 560 ausgewiesenen Angebote - im kommenden Jahr ihre Bruttoseitenpreise. 220 Angebote (39 Prozent) fahren Nullrunden. Und nur ein Dutzend Titel oder Kombis (2 Prozent), darunter "Living at Home", "Bravo Girl" und "TV Top", senken ihre Preise - allerdings meist im kaum messbaren Bereich. rp
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