Anzeige in der "FAZ" Die wirren Gedanken im Kopf von Donald Trump

Freitag, 09. Juni 2017
Das Thema der Mindmap: "How to find love (If you're Donald Trump)"
Das Thema der Mindmap: "How to find love (If you're Donald Trump)"
Foto: Klein und Aber / Walker
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Es vergeht wohl kein Tag mehr, an dem man eine Zeitung aufschlägt und keinen Artikel über Donald Trump findet. Wer heute die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" liest, wird allerdings auf eine ungewöhnliche Art und Weise mit dem US-Präsidenten konfrontiert. Grund ist eine Anzeige in der "FAZ". Das doppelseitige Motiv soll zeigen, wie es in Trumps Kopf aussieht - und was dazu führt, dass er seine umstrittenen Entscheidungen trifft.

Muslime abschieben, sich mit Europa zusammenraufen, schnell mal das Gesundheitswesen retten - das sind einige der großen Gedanken, die auf der Doppelseite in der "FAZ" Donald Trump angedichtet werden. Die Anzeige zeigt eine Mindmap mit der Headline "How to find love (If you're Donald Trump)" - wie man als Donald Trump Liebe findet. Darin stehen am Ende der Kausalkette auch die vermeintlichen Lösungen für seine Probleme: Zum Beispiel Russland, den Islamischen Staat, China, Mexiko, Südkorea, Australien bombardieren. Natürlich dürfen auch Tweets in Trumps Gedanken nicht fehlen. Aber was hat es mit der Anzeige auf sich?

Hinter der Mindmap steckt der kleine Schweizer Verlag "Kein und Aber". Dieser wirbt in der Anzeige für sein Buch "50 Erfolgsmodelle II - das kleine Handbuch für strategische Entscheidungen". Denn dass es sich bei dem Motiv um Produktwerbung handelt, merkt nur der, der das Kleingedruckte liest. Neben der Print-Anzeige läuft eine Social-Media-Aktion auf Twitter, wo der Verleger und Influencer Bilder mit der Mindmap unter dem Hashtag #trumpingforlove posten.
Für die Umsetzung zeichnet Walker verantwortlich. Die Schweizer Agentur und der Verlag warben bereits im Jahr 2008 auf ähnliche Weise für das erste Ratgeberhandbuch von "Kein und Aber". Auch hier erhielt die Aktion ein großes Medienecho. bre
So reagierte die Bild auf die damalige Anzeige
So reagierte die Bild auf die damalige Anzeige (Bild: Trampe Communication)

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