Anti-Lanz-Petition ZDF-Intendant Bellut antwortet Initiatorin

Montag, 03. März 2014
Lanz und Wagenknecht in der gemeinsamen Sendung vom 16. Januar 2014 (Bild: Screenshot ZDF Mediathek)
Lanz und Wagenknecht in der gemeinsamen Sendung vom 16. Januar 2014 (Bild: Screenshot ZDF Mediathek)


"Zeichnung beendet": Die viel beachtete Online-Petition gegen den ZDF-Moderator Markus Lanz ist nun offiziell geschlossen. 233.355 Unterzeichner haben sich an der Aktion einer empörten Zuschauerin beteiligt, nachdem Lanz in seiner Talkshow die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht in die Mangel genommen hatte. Laut "Spiegel" versprach ZDF-Intendant Thomas Bellut in einem Schreiben an die Initiatorin nun, die Kritik ernst zu nehmen - gleichwohl werde man auch weiter auf Lanz setzen.
Wie das Nachrichtenmagazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat die Initiatorin der Petition, die Leipzigerin Maren Müller, eine CD mit den Namen der Unterstützer dem ZDF-Landesstudio für Sachsen übergeben. Wenig später habe sie ein Antwortschreiben von Bellut erhalten. "Kritik an unseren Sendungen nehmen wir im ZDF sehr ernst", schreibt Bellut darin laut "Spiegel". "Im Ergebnis sehen alle Beteiligten, dass das Insistieren und die Unterbrechungen mit so viel Nachdruck erfolgten, dass die sachlich-inhaltliche Auseinandersetzung in den Hintergrund geriet." Lanz hatte in der Talkrunde Wagenknecht immer wieder unterbrochen und mit weiteren Fragen bombardiert.

Der ZDF-Intendant gibt darüber hinaus zu, dass "die Konstellation der Gesprächsteilnehmer unausgewogen" und somit "für die Gesprächsführung problematisch" gewesen sei. Zur Erinnerung: Fleißige Unterstützung bekam Lanz während der Sendung von "Stern"-Journalist Hans-Ulrich Jörges. Trotzdem sehe das ZDF in Lanz "auch zukünftig einen Moderator, der in seinen Gesprächen weiterhin Haltung einnimmt und seine Meinung als Stellvertreter der Zuschauer zum Ausdruck bringen kann." ire
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